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Raketenangriffe auf Israel nach Tötung von Dschihad-Militärchef
International 06.08.2022
Israel

Raketenangriffe auf Israel nach Tötung von Dschihad-Militärchef

Die Raketen wurden von Gaza City aus abgefeuert.
Israel

Raketenangriffe auf Israel nach Tötung von Dschihad-Militärchef

Die Raketen wurden von Gaza City aus abgefeuert.
Foto AFP
International 06.08.2022
Israel

Raketenangriffe auf Israel nach Tötung von Dschihad-Militärchef

Nach der gezielten Tötung eines militanten Palästinenserführers im Gazastreifen sind Dutzende Raketen auf Israel abgefeuert worden.

(dpa) - In mehreren Städten bis zum südlichen Rand der Küstenstadt Tel Aviv waren am Freitagabend Sirenen zu hören. Israelischen Medienberichten zufolge gingen die Raketen auf offenem Gelände nieder oder wurden vom Raketenabwehrsystem Iron Dome abgefangen.

Israels Streitkräfte hatten zuvor den Militärchef der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad (PIJ) im Gazastreifen, Taisir al-Dschabari, getötet. Der hochrangige Kommandeur war dem Militär zufolge verantwortlich für zahlreiche Raketenangriffe aus dem Gazastreifen. Der Islamische Dschihad wird von der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft.

Palästinenser betrauern den Tod von Taisir al-Dschabari
Palästinenser betrauern den Tod von Taisir al-Dschabari
Foto: AFP

„Wir greifen Tel Aviv und die Städte des Zentrums und der Umgebung mit mehr als 100 Raketen an“, teilte der militärische Arm der Organisation am späten Freitagabend mit. Dies sei die Antwort auf Al-Dschabaris Ermordung. Israelischen Medienberichten zufolge erreichten bis Mitternacht mehr als 60 Raketen das Land.

Mindestens zehn Tote

Nach palästinensischen Angaben kamen bei der großangelegten israelischen Militäraktion mindestens zehn Menschen ums Leben, darunter neben Al-Dschabari ein fünfjähriges Kind und weitere PIJ-Mitglieder. 75 Menschen seien verletzt worden. Es werde jedoch erwartet, dass die Zahl der Opfer noch steige. Die Angriffe Israels dauerten am Abend an.


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„Israel ist nicht an einer breiten Operation im Gazastreifen interessiert, hat aber auch keine Angst vor ihr“, sagte Israels Ministerpräsident Jair Lapid am Freitag. Die israelische Regierung werde es Terrororganisationen nicht erlauben, die Agenda in den Ortschaften am Rande des Gazastreifens zu bestimmen und israelische Bürger zu bedrohen. „Wer Israel angreifen will, muss wissen, dass wir zu ihm gelangen werden.“ Verteidigungsminister Benny Gantz genehmigte am Abend die Mobilisierung von 25.000 Reservisten.

Regelmäßige Attacken

Der Eskalation voran gegangen war die Festnahme eines Anführers des Islamischen Dschihads im Westjordanland, Bassem Saadi, bei einem israelischen Anti-Terror-Einsatzes am Montag. Der Dschihad ist eng mit Israels Erzfeind Iran verbunden und verübt aus dem Gazastreifen regelmäßig Raketenangriffe auf Israel. Das israelische Militär sperrte aus Angst vor Vergeltungsangriffen über mehrere Tage hinweg Gebiete am Rande des Küstenstreifens ab und erhöhte die Alarmbereitschaft.


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