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Rakete trifft Haus nahe Tel Aviv: Sieben Verletzte
International 2 Min. 25.03.2019 Aus unserem online-Archiv

Rakete trifft Haus nahe Tel Aviv: Sieben Verletzte

Das zerstörte Haus in Mishmeret, nördlich von Tel Aviv.

Rakete trifft Haus nahe Tel Aviv: Sieben Verletzte

Das zerstörte Haus in Mishmeret, nördlich von Tel Aviv.
Foto: AFP/Jack Guez
International 2 Min. 25.03.2019 Aus unserem online-Archiv

Rakete trifft Haus nahe Tel Aviv: Sieben Verletzte

In einer Gemeinschaftssiedlung nordöstlich von Tel Aviv heulen am frühen Montagmorgen plötzlich die Alarmsirenen. Ein Haus wird direkt von einer Rakete getroffen. Sieben Menschen werden verletzt, darunter Kinder.

(dpa) - Ein Haus nordöstlich der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv ist am Montag nach Polizeiangaben direkt von einer Rakete getroffen worden. Dabei wurden in der Ortschaft Mischmeret nach Angaben von Sanitätern sieben Menschen verletzt, darunter auch Kinder. Eine Armeesprecherin in Tel Aviv bestätigte, man habe einen Raketenabschuss aus dem Gazastreifen festgestellt. In der israelischen Gemeinschaftssiedlung habe es zuvor Raketenalarm gegeben.

Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom waren unter den Verletzten auch drei Kinder – ein Baby, ein dreijähriges Kleinkind und eine Zwölfjährige. Eine 60-jährige und eine 30-jährige Frau seien unter anderem durch Raketensplitter verletzt worden. Zudem würden einige Menschen wegen Schocks behandelt. Das beschossene Haus ging in Flammen auf. Die Polizei sperrte das Gebiet ab.

Der überraschende Angriff erfolgte mitten im israelischen Wahlkampf, zwei Wochen vor der Parlamentswahl. Militante Palästinenser feuern häufig Raketen auf das Grenzgebiet um den Gazastreifen ab. Es ist jedoch ungewöhnlich, dass ein Geschoss so weit entfernt von dem Küstenstreifen einschlägt.

Am 14. März hatte es den ersten palästinensischen Raketenangriff auf die Küstenmetropole Tel Aviv seit dem Gaza-Krieg 2014 gegeben. Daraufhin hatte Israels Luftwaffe rund 100 Ziele in dem Palästinensergebiet am Mittelmeer bombardiert. Damals hieß es, die beiden Geschosse seien versehentlich aus dem Gazastreifen abgefeuert worden.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu soll am Montagabend von US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus empfangen werden. Wegen des Raketenangriffs will Netanjahu seinen Aufenthalt in den USA verkürzen. „Es gab hier einen bösartigen Angriff auf den Staat Israel, und wir werden mit Nachdruck reagieren“, sagte Netanjahu am Montag nach Angaben seines Büros. „Angesichts der sicherheitspolitischen Vorfälle habe ich beschlossen, meinen Besuch in den USA zu verkürzen.“ Er wolle direkt nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump zurückreisen, „um unsere Aktionen aus der Nähe zu leiten“. 


Das israelische Militär reagierte mit Luftangriffen auf Gaza City.
Palästinenser schießen Raketen auf Tel Aviv
Zum ersten Mal seit dem Gaza-Krieg 2014 schießen militante Palästinenser wieder Raketen auf Israels Küstenmetropole Tel Aviv. Israels Luftwaffe bombardiert daraufhin Dutzende Ziele im Gazastreifen.

Der Konflikt mit der im Gazastreifen herrschenden Hamas hatte sich zuletzt wieder verschärft. An der Grenze zu Israel kommt es wieder verstärkt zu teilweise gewaltsamen Protesten.

Am Sonntagabend hatten israelische Panzer nach Armeeangaben Hamas-Posten in dem Palästinensergebiet beschossen. Militante Palästinenser hätten zuvor Flugkörper mit Sprengsätzen nach Israel geschickt und Soldaten an der Grenze mit Sprengsätzen beworfen.

Seit Beginn der Proteste vor einem Jahr sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums an der Gaza-Grenze mehr als 260 Palästinenser getötet und Tausende verletzt worden. Die Demonstranten fordern unter anderem ein Ende der seit mehr als einem Jahrzehnt andauernden Blockade des Palästinensergebiets am Mittelmeer.

Israel und Ägypten begründen die Blockade mit Sicherheitsinteressen. Die Hamas wird von der EU, Israel und den USA als Terrororganisation eingestuft. In dem Küstenstreifen leben rund zwei Millionen Menschen unter schwierigen Bedingungen. Es mangelt unter anderem an Trinkwasser und Strom.



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