Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Rajoy beansprucht in Spanien „das Recht aufs Regieren“
International 27.06.2016 Aus unserem online-Archiv
Nach Wahlsieg

Rajoy beansprucht in Spanien „das Recht aufs Regieren“

Mariano Rajoy tritt nach dem Wahlsieg seiner konservativen Volkspartei (PP) vor die Presse.
Nach Wahlsieg

Rajoy beansprucht in Spanien „das Recht aufs Regieren“

Mariano Rajoy tritt nach dem Wahlsieg seiner konservativen Volkspartei (PP) vor die Presse.
Foto: REUTERS
International 27.06.2016 Aus unserem online-Archiv
Nach Wahlsieg

Rajoy beansprucht in Spanien „das Recht aufs Regieren“

Der geschäftsführende Ministerpräsident von Spanien, Mariano Rajoy, hat nach dem Sieg seiner konservativen Volkspartei bei der Parlamentsneuwahl „das Recht aufs Regieren“ beansprucht.

(dpa) - Der geschäftsführende Ministerpräsident von Spanien, Mariano Rajoy, hat nach dem Sieg seiner konservativen Volkspartei (PP) bei der Parlamentsneuwahl des Euro-Landes „das Recht aufs Regieren“ beansprucht. „Wir haben die Wahlen gewonnen und fordern das Recht aufs Regieren“, rief der 61-Jährige am späten Sonntagabend in Madrid unter dem Jubel seiner Anhänger.

Die PP triumphierte mit einigen Stimmengewinnen im Vergleich zum ersten Urnengang vom 20. Dezember, hat die absolute Mehrheit aber erneut klar verfehlt und ist zum Weiterregieren auf Unterstützung anderer Fraktionen angewiesen. „Ab morgen müssen wir mit allen sprechen, und das werden wir tun“, rief Rajoy und an der Seite seiner Ehefrau und von ranghohen Parteivertretern. Weitere Zukunftspläne gab er inmitten der Dankesbezeugungen nicht bekannt.

Der Ministerpräsident, der minutenlang bejubelt wurde, bevor er auf einer etwa sechs Meter hohen Bühne mit dem Riesenaufdruck „Gracias“ (Danke) das Wort ergreifen konnte, versprach, er wolle nach einer schwierigen Etappe für alle Spanier arbeiten. „Auch für diejenigen, die nicht für uns gestimmt haben.“ Am Sonntag hätten in Spanien „die Demokraten, die Freiheit und die Rechte der Menschen“ gewonnen.

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Vor einer möglichen dritten Parlamentswahl
Seit neun Monaten hat Spanien keine Regierung gebildet, die Mehrheiten reichten nicht. Jetzt läuft es auf die dritte Parlamentswahl innerhalb eines Jahres hinaus - und auf unwillige Wähler.
Regierungskrise: Spanien hat seit neun Monaten keine Regierung bilden können, Mariano Rajoy (r.) ist "geschäftsführender Ministerpräsident".
Neuwahl in Spanien
Bei der Neuwahl in Spanien hat sich am Sonntagabend eine niedrige Wahlbeteiligung abgezeichnet.
Auch in der Casa Museo in Bollullos de la Mitacion bei Sevilla dürfen die Wähler ihre Stimme abgeben.
Sozialistenchef Sánchez trifft König Felipe
Spaniens König Felipe beauftragt den Sozialistenchef Pedro Sánchez mit der Regierungsbildung. Doch ihm fehlen die Partner für eine ausreichende Mehrheit im Parlament. LW-Korrespondent Martin Dahms weiß mehr.
 Spaniens König Felipe (l.) begrüsst PSOE-Chef Pedro Sánchez im Zarzuela Palast in Madrid.
Spaniens Ministerpräsident Rajoy und seine konservative Volkspartei werden am Sonntag bei den Parlamentswahlen voraussichtlich drastisch an Stimmen verlieren. Derweil drängen zwei Neulinge ins Parlament, die frischen Wind in die bestehende Politiklandschaft bringen dürften.
Die Partei von Mariano Rajoy wird den Umfragen zufolge bei den Wahlen die stärkste Kraft. Doch ist unklar, ob Rajoy seinen Posten als Ministerpräsident behalten kann.