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Radioaktiv verseuchtes Wasser entweicht aus AKW Tihange I
International 12.07.2012 Aus unserem online-Archiv

Radioaktiv verseuchtes Wasser entweicht aus AKW Tihange I

Im Atomkraftwerk in Huy an der Maas gibt es offenbar Sicherheitsprobleme.

Radioaktiv verseuchtes Wasser entweicht aus AKW Tihange I

Im Atomkraftwerk in Huy an der Maas gibt es offenbar Sicherheitsprobleme.
Foto: Wikipedia
International 12.07.2012 Aus unserem online-Archiv

Radioaktiv verseuchtes Wasser entweicht aus AKW Tihange I

Aus einem Leck in einem Desaktivierungsbecken der Kernkraftzentrale Tihange 1 bei Liège tritt täglich radioaktiv verseuchtes Wasser aus. Das schreibt die belgische Zeitung “La Libre Belgique” am Donnerstag.

(jw) - Aus einem Leck in einem Desaktivierungsbecken der Kernkraftzentrale Tihange 1 bei Liège tritt täglich radioaktiv verseuchtes Wasser aus. Das schreibt die belgische Zeitung “La Libre Belgique” am Donnerstag.

Das Kernkraftwerk von Tihange liegt im Süden der Wirtschaftsmetropole Liège bei Huy, etwa 135 Kilometer entfernt von Luxemburg-Stadt. Erst kürzlich entschied die belgische Regierung, die Genehmigung für das Kraftwerk bis zum Jahr 2025 zu verlängern, obwohl eigentlich die Schließung für 2015 vorgesehen war.

Im Gegenzug soll der Betreiber Electrabel dort Arbeiten zur Erhöhung der Sicherheit durchführen. Und das offenbar nicht ohne Grund, denn laut Informationen der Zeitung kämpft man dort seit zehn Jahren gegen ein Leck in einem Dekontaminationsbecken. Täglich würden etwa zwei Liter radioaktiv verseuchtes Wasser aus einem kleinen Riss in der Stahlummantelung des Auffangbeckens austreten. Das Wasser würde aufgefangen und mit Bor dekontaminiert, hieß es.

Handlungsbedarf besteht

“Das Problem ist geregelt und es gibt keine externe Verunreinigung”, versichert eine Sprecherin der Föderalen Agentur für Nuklearkontrolle (FANK) in Belgien. Laut der Agentur ist es nicht notwendig, den Stahlmantel um das Auffangbecken zu ersetzen. “Im Moment sehen wir keine Notwendigkeit einer größeren Intervention, das könnte sich in Zukunft allerdings ändern”, erklärte die Sprecherin.

Andere Experten sind allerdings nicht dieser Ansicht. Ihnen zufolge stellt der Riss im Wasserbecken eine große Gefahr dar, da er sich aufgrund der Druckverhältnisse höchstwahrscheinlich vergrößern könnte.