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Putin und Trump sprechen über Coronavirus und Ölpreis
International 30.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Putin und Trump sprechen über Coronavirus und Ölpreis

Putin und Trump sprechen über Coronavirus und Ölpreis

Foto: AFP
International 30.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Putin und Trump sprechen über Coronavirus und Ölpreis

Wahre Freunde trifft man in der Not: Russland steht wegen niedriger Ölpreise vor dem Ruin, die USA werden schwer durch das Virus gebeutelt.

Russlands Präsident Wladimir Putin und sein US-Kollege Donald Trump haben angesichts der Coronavirus-Pandemie nach Kremlangaben Möglichkeiten einer engeren Zusammenarbeit besprochen. Trump und Putin hätten sich besorgt gezeigt und ausgetauscht über die Lage in ihren Ländern beim Kampf gegen die Lungenkrankheit Covid-19, teilte der Kreml in Moskau mit.


Members of the Asian Citizen's Center for Environment and Health wearing masks depicting the coronavirus perform during a campaign for preventative measures against the COVID-19 coronavirus, in Seoul on March 26, 2020. - US President Donald Trump has requested novel coronavirus test kits from South Korea, his counterpart Moon Jae-in said March 25, as Washington pushes for a quick reopening of the world's biggest economy. (Photo by - / YONHAP / AFP) / - South Korea OUT / REPUBLIC OF KOREA OUT  NO ARCHIVES  RESTRICTED TO SUBSCRIPTION USE
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Zudem sei es bei dem Gespräch auf Initiative Trumps um die Situation auf den Ölmärkten gegangen. Russland und Saudi-Arabien liefern sich einen Ölkrieg um Fördermengen. „Die haben beide verrückt gespielt“, sagte Trump über die zwei Länder. Der Streit hatte zu einem Crash beim Ölpreis geführt. Russland, das besonders aus den Einnahmen aus dem Ölgeschäft seinen Haushalt finanziert, ist in einer tiefen Krise.

Dabei spielt auch der große Einbruch der Nachfrage infolge der Coronavirus-Pandemie eine Rolle. Der an den Ölpreis gekoppelte Rubel hat gegenüber dem Dollar und dem Euro massiv an Wert verloren. Russland hatte sich verhandlungsbereit gezeigt und tritt für eine Begrenzung der Fördermengen ein. Zur Lage auf dem Ölmarkt solle es nun russisch-amerikanische Konsultationen auf Ebene der Energieminister beider Länder geben, teilte der Kreml mit.


US President Donald Trump speaks during a Coronavirus Task Force press briefing in the Rose Garden of the White House in Washington, DC, on March 29, 2020. (Photo by JIM WATSON / AFP)
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Trump erklärte, er wolle nicht, dass die Ölindustrie Pleite gehe. Die USA sind inzwischen ebenfalls ein sehr großer Öl- und Gasproduzent. Analysten zufolge können die meisten amerikanischen Produzenten bei den gegenwärtigen Marktpreisen jedoch nicht rentabel produzieren. Anders als in Russland und Saudi-Arabien sind die meisten Ölförderer in den USA unabhängig vom Staat, weswegen sie bei anhaltenden Verlusten wohl bald die Produktion drosseln dürften.

Die Ölpreise waren am Montag nochmals deutlich gefallen. Der Preis für ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent gab auf gut 23 US-Dollar nach - der tiefste Stand seit November 2002. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI fiel auf rund 20 Dollar.


Russian President Vladimir Putin addresses the nation over the coronavirus outbreak at the Novo-Ogaryovo residence outside Moscow on March 25, 2020. (Photo by Alexei Druzhinin / SPUTNIK / AFP)
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Bei dem zuvor von Trump angekündigten Telefonat sei es auch um weitere Fragen der bilateralen Zusammenarbeit gegangen, hieß es in Moskau. Russland hatte den USA Hilfe im Kampf gegen die Corona-Epidemie angeboten. Kremlchef Putin hatte in der vergangenen Woche vor allem mit Blick auf die USA gefordert, Sanktionen und Handelskriege für die Zeit der Coronavirus-Krise auszusetzen.


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