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Putin nimmt Trumps Platz ein
International 29.07.2018 Aus unserem online-Archiv

Putin nimmt Trumps Platz ein

Eigentlich sollte Donald Trump an dieser Stelle figurieren.

Putin nimmt Trumps Platz ein

Eigentlich sollte Donald Trump an dieser Stelle figurieren.
Steve Fenberg
International 29.07.2018 Aus unserem online-Archiv

Putin nimmt Trumps Platz ein

Eric HAMUS
Eric HAMUS
Reagan, Bush, Clinton, Bush, Obama und Trump - So liest sich eigentlich die Reihenfolge der US-Präsidenten in der jüngeren Geschichte der Vereinigten Staaten. Im State Capitol des US-Bundesstaats Colorado aber hatte sich ein Scherzkeks eine leichte Abänderung erlaubt.

Es sollte wohl ein Spaß auf Kosten von US-Präsident Donald Trump werden, der wegen der Ermittlungen in der Russland-Affäre derzeit stark unter Druck steht: In der Präsidentengalerie des Capitols in Denver ist neben den Bildern von George W. Bush, Bill Clinton und Barack Obama das Porträt eines weiteren Staatschefs aufgetaucht. Das aufwendig in Gold gerahmte Foto zeigt allerdings nicht Trump, sondern den russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Es wäre wohl auch nicht weiter aufgefallen, hätte nicht ein Abgeordneter das Bild auf Twitter veröffentlicht. Innerhalb weniger Stunden wurde der Tweet des (demokratischen) State Senators Steve Fenberg mehr als tausend Mal geteilt und von großen Medienhäusern aufgegriffen. "Wie heute in der Präsidentengalerie des Colorado State Capitols zu sehen war ...", schreibt Fenberg und versieht den Tweet mit dem vielsagenden Hashtag "putinpotus". Potus steht für "President Of The United States".

Peinlicher aber als das falsche Porträt ist die Geschichte, weshalb der Platz neben Obama bis dato frei geblieben war. Die Porträts waren in den letzten Jahrzehnten stets von der Vereinigung "Colorado Citizens for Culture" bezahlt und in Auftrag gegeben worden. Die Kunstwerke kosten 10 000 US-Dollar und werden mit Spendengeldern finanziert.

Laut NBC-Ableger 9NEWS konnten die Mitglieder der Vereinigung bis dato aber keinen einzigen Cent für ein Trump-Porträt sammeln. Der Präsident der Vereinigung, Jay Sellers, setzt noch eins drauf: Die Porträts der beiden Vorgänger von Trump, Bush jr und Obama, seien innerhalb von nur vier Monaten finanziert worden.


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