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Prozessbeginn um Autoattacke auf Rosenmontagsumzug
International 03.05.2021

Prozessbeginn um Autoattacke auf Rosenmontagsumzug

Der Angeklagte sitzt in der vom Landgericht Kassel angemieteten Messehalle 5 zum Prozessauftakt um die Auto-Attacke auf den Rosenmontagsumzug in Volkmarsen.

Prozessbeginn um Autoattacke auf Rosenmontagsumzug

Der Angeklagte sitzt in der vom Landgericht Kassel angemieteten Messehalle 5 zum Prozessauftakt um die Auto-Attacke auf den Rosenmontagsumzug in Volkmarsen.
Foto: Swen Pförtner/dpa
International 03.05.2021

Prozessbeginn um Autoattacke auf Rosenmontagsumzug

Der Angeklagte schweigt. Klar ist bisher: Er fuhr mit dem Auto in eine Menschenmenge im hessischen Volkmarsen, 90 Menschen wurden verletzt.

(dpa) - Nach einer Autoattacke auf den Rosenmontagsumzug in der deutschen Kleinstadt Volkmarsen mit 90 Verletzten bleibt das Motiv des Angeklagten auch zu Prozessbeginn unklar. Sein Mandant werde vom Schweigerecht Gebrauch machen, sagte der Verteidiger des 30 Jahre alten Deutschen am Montag vor dem Landgericht in Kassel im Land Hessen.

Am 24. Februar 2020 war in der Stadt ein Auto in eine Zuschauermenge von einem Rosenmontagsumzug gefahren. Der damals 29 Jahre alte Fahrer soll den Wagen absichtlich in das Gedränge gesteuert haben.
Am 24. Februar 2020 war in der Stadt ein Auto in eine Zuschauermenge von einem Rosenmontagsumzug gefahren. Der damals 29 Jahre alte Fahrer soll den Wagen absichtlich in das Gedränge gesteuert haben.
Foto: Swen Pförtner/dpa

Dort muss sich der Angeklagte bis Mitte Dezember für die Tat verantworten. Er war laut Generalstaatsanwaltschaft am 24. Februar 2020 in eine Zuschauermenge gefahren. 90 Menschen, darunter viele Kinder, erlitten teils schwere Verletzungen. Weitere Opfer trugen seelische Wunden davon, die Ermittler gehen von insgesamt mehr als 150 Betroffenen aus.

Die Generalstaatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten 91-fachen versuchten Mord vor, gefährliche Körperverletzung in 90 Fällen sowie gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr. Gegenüber Ermittlern äußerte sich der Angeklagte seit seiner Festnahme nach der Tat nicht.


Polizisten in der abgesperrten Trierer Innenstadt am Abend des 1. Dezember.
Amokfahrer von Trier wegen fünffachen Mordes angeklagt
Der Amokfahrer war am 1. Dezember 2020 mit seinem Sportgeländewagen durch die Trierer Fußgängerzone gerast.

Aufgrund des erwarteten großen öffentlichen Interesses und der Abstandsregelungen der Corona-Pandemie hatte das Landgericht die ersten Verhandlungen in die Kasseler Messehallen verlegt. Die angemietete Halle bietet Platz für 360 Zuschauer und 48 Medienvertreter. Zum Auftakt war aber nur ein Bruchteil der angebotenen Plätze besetzt.

Im Dezember 2020 hatte eine ähnliche Tat die Stadt Trier erschüttert: Ein 51-jähriger Mann war mit einem SUV durch die Fußgängerzone gerast und hatte bei seiner Attacke fünf Menschen getötet, zahlreiche weitere verletzt. Auch dieser Angeklagte schweigt zu der Frage, was ihn zu der Tat veranlasst hat.