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Prozess um Tod von George Floyd beginnt
International 28.03.2021

Prozess um Tod von George Floyd beginnt

George Floyds Familie trauert an dem Ort, an dem er starb.

Prozess um Tod von George Floyd beginnt

George Floyds Familie trauert an dem Ort, an dem er starb.
Foto: AFP
International 28.03.2021

Prozess um Tod von George Floyd beginnt

Ein Jahr nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd beginnt der Prozess gegen einen ehemaligen Polizisten. Dem Angeklagten drohen bis zu 40 Jahre Haft.

(dpa) - Fast ein Jahr nach der Tötung des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz in den USA beginnt das Hauptverfahren gegen den weißen Ex-Polizisten Derek Chauvin. Ihm wird unter anderem Mord zweiten Grades vorgeworfen, worauf im Bundesstaat Minnesota bis zu 40 Jahre Haft stehen. Die Verhandlung beginnt am Montag (ab 16.00 Uhr MESZ) unter schweren Sicherheitsvorkehrungen in der Stadt Minneapolis. Das Gericht hatte vergangene Woche die Auswahl der Geschworenen abgeschlossen. Richter Peter Cahill geht davon aus, dass das Hauptverfahren bis zu einem Monat dauern könnte.

Der 46-jährige Floyd war am 25. Mai 2020 in Minneapolis bei einer brutalen Festnahme ums Leben gekommen. Videos haben dokumentiert, wie Polizisten den unbewaffneten Floyd zu Boden drückten. Chauvin presste dabei sein Knie gut acht Minuten lang in Floyds Hals, während dieser flehte, ihn atmen zu lassen. Floyd verlor der Autopsie zufolge das Bewusstsein und starb. Die Beamten hatten Floyd wegen des Verdachts festgenommen, mit einem falschen 20-Dollar-Schein bezahlt zu haben.

Angeklagter auf Kaution frei

Chauvin hat auf nicht schuldig plädiert. Der schwerwiegendste Anklagepunkt lautet Mord zweiten Grades ohne Vorsatz. Nach deutschem Recht entspräche dies eher dem Totschlag. Zudem wird Chauvin auch Mord dritten Grades vorgeworfen, worauf bis zu 25 Jahre Haft stehen. Auch muss er sich wegen Totschlags zweiten Grades verantworten, worauf zehn Jahre Haft stehen. Der Ex-Polizist ist derzeit auf Kaution frei und muss während des Prozesses anwesend sein.


12.03.2021, USA, Minneapolis: Brandon Williams (l-r), Neffe von George Floyd, Philonise Floyd, jüngerer Bruder von George Floyd, und Jacob Frey, Bürgermeister von Minneapolis, stehen bei einer Pressekonferenz auf der Bühne neben Vertretern der Stadtverwaltung, Angehörigen von George Floyd und Anwälten. Fast ein Jahr nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis hat sich die Stadt mit der Familie auf einen Vergleich geeinigt. Dieser sieht die Zahlung von 27 Millionen US-Dollar (etwa 22,6 Millionen Euro) als Entschädigung vor. Der Stadtrat der Großstadt im Bundesstaat Minnesota habe die Vereinbarung am Freitag einstimmig gebilligt. Foto: Chris Juhn/ZUMA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
27 Millionen Dollar für Familie von George Floyd
Nicht nur vor Gericht wird die Tötung von George Floyd aufgearbeitet. Minneapolis zahlt eine Millionen-Entschädigung.

Die Erwartungen an das Verfahren sind groß, denn Floyds Schicksal hatte in den USA mitten in der Corona-Pandemie monatelang zu Massenprotesten gegen Polizeigewalt und Rassismus geführt.

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