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Prinz Andrew tritt vorerst von offiziellen Aufgaben zurück
International 20.11.2019

Prinz Andrew tritt vorerst von offiziellen Aufgaben zurück

Der britische Prinz Andrew.

Prinz Andrew tritt vorerst von offiziellen Aufgaben zurück

Der britische Prinz Andrew.
Foto: DPA
International 20.11.2019

Prinz Andrew tritt vorerst von offiziellen Aufgaben zurück

Der Druck auf den zweitältesten Sohn der britischen Königin Elizabeth II. wurde in den vergangenen Tagen immer höher.

(FILES) In this file photo taken on November 03, 2019, Britain's Prince Andrew, Duke of York leaves after speaking at the ASEAN Business and Investment Summit in Bangkok, on the sidelines of the 35th Association of Southeast Asian Nations (ASEAN) Summit. - Britain's Prince Andrew has said he does not remember meeting Virginia Roberts, one of disgraced US financier Jeffrey Epstein's alleged victims, who claims she was forced to have sex with the royal. But Andrew admitted in an interview with the BBC due to be broadcast on November 16, 2019, that his decision to remain friends with Epstein after he was convicted of soliciting prostitution from a minor was a serious error of judgement. (Photo by Lillian SUWANRUMPHA / AFP)
Interview zu Epstein-Skandal: Kritik an Prinz Andrew nimmt zu
Am Samstagabend strahlte die britische BBC ein einmaliges Interview aus: Prinz Andrew äußerte sich erstmals öffentlich zu seiner Freundschaft mit Jeffrey Epstein. Nun gerät der Prinz immer mehr in die Kritik.

(dpa) - Der britische Prinz Andrew (59) nimmt wegen seiner Verwicklung in den Epstein-Skandal vorerst keine offiziellen Aufgaben für die britische Königsfamilie mehr wahr. 

Das teilte der zweitälteste Sohn von Königin Elizabeth II. am Mittwochabend mit.

Ihm sei klar geworden, „dass die Umstände meiner früheren Verbindung zu Jeffrey Epstein zu einer enormen Störung geworden sind für die Arbeit meiner Familie und die wertvolle Arbeit in den Organisationen und Vereinen, die ich mit Stolz unterstützt habe“, schrieb Andrew. Er habe daher die Queen gebeten, „auf absehbare Zeit“ von seinen Aufgaben zurücktreten zu dürfen. Die Königin habe ihm das gewährt.

Er bereue weiterhin uneingeschränkt seine Verbindung zu Epstein und habe zutiefst Mitgefühl mit den Opfern. „Selbstverständlich bin ich bereit, mit jeder angemessenen Ermittlungsbehörde zusammenzuarbeiten, wenn es notwendig sein sollte“, so Andrew.

Der Royal,der schon länger wegen seiner Freundschaft mit Epstein in der Kritik steht, geriet in den vergangenen Tagen immer weiter unter Druck. Epstein, der sich Anfang August in einem New Yorker Gefängnis das Leben genommen hatte, war wegen sexuellem Missbrauchs Minderjähriger angeklagt. Er soll seine Opfer auch zur Prostitution gezwungen haben. Eines der Opfer behauptet, mehrmals zum Sex mit Andrew gezwungen worden zu sein. Der Royal bestreitet das.

In einem BBC-Interview am vergangenen Wochenende hatte Andrew versucht, sich zu rechtfertigen, geriet aber stattdessen noch stärker in die Kritik. Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit weckte unter anderem ein Brief seines ehemaligen Privatsekretärs an die Tageszeitung „Times“, darin heißt es, Andrew habe Epstein Anfang der 1990er Jahre kennengelernt. Der Prinz hatte der BBC aber gesagt, er habe Epstein erstmals 1999 getroffen.  


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