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Pariser Bürgermeisterin Hidalgo kandidiert
International 12.09.2021
Präsidentschaftswahl in Frankreich

Pariser Bürgermeisterin Hidalgo kandidiert

Anne Hidalgo
Präsidentschaftswahl in Frankreich

Pariser Bürgermeisterin Hidalgo kandidiert

Anne Hidalgo
Foto: AFP
International 12.09.2021
Präsidentschaftswahl in Frankreich

Pariser Bürgermeisterin Hidalgo kandidiert

Sie gilt als Vorkämpferin für mehr Umweltschutz in Paris, jetzt will sie landesweit Politik machen: Anne Hidalgo hat ihre Kandidatur erklärt.

(dpa) - Die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, will Frankreichs nächste Präsidentin werden. Die 62 Jahre alte Sozialistin gab am Sonntag im nordfranzösischen Rouen offiziell ihre Kandidatur für die Präsidentschaftswahl im April 2022 bekannt. „Ich will, dass alle Kinder Frankreichs dieselbe Chance bekommen, die auch ich bekommen habe“, sagte Hildago. „Ich bin Kandidatin, um unseren Kindern, all unseren Kindern eine Zukunft zu bieten.“ Hidalgo, Tochter eines Arbeiters und einer Näherin, wurde in Spanien geboren. Seit 2014 ist sie Bürgermeisterin der Hauptstadt.

Auf diesem Posten hat sie sich den Ruf einer Vorkämpferin für mehr Umweltschutz erarbeitet. Sie ließ die Fahrradwege ausbauen und führte fast flächendeckend Tempo 30 ein. In ihrer Rede sagte Hidalgo, ein Leitmotiv ihrer möglichen Amtszeit wäre Respekt vor dem Planeten und der Menschenwürde. Lehrern, Pflegekräften, Polizisten und Feuerwehrleuten stellte sie Lohnerhöhungen in Aussicht. Dem amtierenden Präsidenten Emmanuel Macron warf sie vor, die Gesellschaft gespalten zu haben.


Auf einer Straße im Zentrum von Paris gilt Tempo 30. Ab dem 30. August 2021 wird diese Geschwindigkeitsbegrenzung in der französischen Hauptstadt großflächig eingeführt.
Paris nimmt den Fuß vom Gas
Die französische Hauptstadt führt fast überall Tempo 30 ein. Das Auto wird damit in der Fahrrad-Metropole noch unattraktiver.

In aktuellen Umfragen liegt Hidalgo bei einem Zustimmungswert von etwa acht Prozent. Die Entscheidung fällt aller Voraussicht nach erst in einer Stichwahl. Als aussichtsreiche Kandidaten für ein solches Duell gelten derzeit Macron und die Rechtspopulistin Marine Le Pen. Aus dem konservativen Lager hat unter anderem der ehemalige EU-Chefunterhändler für den Brexit, Michel Barnier, sein Interesse angemeldet.


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