Das “Luxemburger Wort” begleitete Jean-Claude Juncker exklusiv bei seiner Abschiedsfeier in Brüssel. Ein Adieu zwischen Emotion und Humor.
9.10 Uhr: Jean-Claude Juncker kommt in der Tiefgarage des Berlaymont-Gebäudes an, dem Hauptsitz der Europäischen Kommission. Am Dienstag steht ein emotionaler Tag in Brüssel an: die offizielle Amtsübergabe der Kommissionspräsidentschaft und Junckers offizielle Abschiedsfeier.
9.10 Uhr: Der letzte Tag in Brüssel kann beginnen.
Foto: Guy Wolff
Doch gleichzeitig ist der Tag auch ein Neubeginn für Juncker. Der Luxemburger weiht sein neues Büro in der EU-Kommission ein, von dort will er auch aus dem Ruhestand politisch aktiv bleiben. So lässt sich der ehemalige Kommissionspräsident wie gewohnt die druckfrische Tagespresse am Morgen bringen – die Zeitschrift "Télécran" darf natürlich nicht fehlen.
Gut informiert durch den Tag: Der "Télécran" kommt auch nach Brüssel.
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Dann noch einige Telefonate mit Spitzenpolitikern. Rund um ihn liegen noch Umzugskisten und Souvenirs. Die Stimmung ist nostalgiegeladen. Aber Juncker will heute hart bleiben: Genug geweint.
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Umzugstimmung: Einige Kisten sind noch nicht eingepackt, andere noch nicht ausgepackt.
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Die Merkel-Raute beherscht Juncker perfekt.
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Ein neues Bild in der "Ahnengalerie" der Kommission. Die Juncker-Kommission ist nun offiziell Geschichte.
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Ungewohnter Blick auf Brüssel: Juncker in seinem neuen Büro im 8. Stock. Noch vergangene Woche arbeitete er im 13. Stock der EU-Kommission – der Chefetage.
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Die letzten Momente mit seinem Team. Chefsprecherin Mina Andreeva (links) und Kabinettchefin Clara Martinez – beide waren Junckers enge Vertraute in Brüssel.
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Wohin geht es? 8. Stock. Juncker hat nun ein neues Büro im Berlaymont. Von dort aus wird er auch als Ex-Präsident in der EU-Politik mitwirken.
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Kurz vor 11 Uhr ist dann so weit. Ursula von der Leyen, seine Nachfolgerin wartet schon, genau wie die neuen und alten Kommissare und Spitzenbeamte der EU-Kommission, die sich heute versammelt haben, um sich feierlich vom scheidenden Kommissionschef zu verabschieden. Alles steht bereit für das offizielle Adieu. Auch Junckers Porträt, das künftig den Eingang der EU-Kommission schmücken wird. Neben Jacques Delors, Jose Manuel Barroso und Jacques Santer hängt nun auch Junckers Bild neben den historischen Kommissionschefs. Und Juncker darf es selbst enthüllen.
Erster Kaffee als Ex-Präsident der EU-Kommission.
Foto: Guy Wolff
Dass Juncker aber nicht daran denkt, sich vollkommen aus dem Politik-Geschehen zurückzuziehen, macht er auch während seiner Abschiedsrede klar: “Wenn du meinen Rat brauchst, kriegst du ihn. Wenn du ihn nicht brauchst, kriegst du ihn trotzdem”, warnt er seine Nachfolgerin Ursula von der Leyen.
Fotos: Amtsübergabe in Brüssel
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Junckers Porträt schmückt bereits die Gänge der EU-Kommission.
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"Fort zu gehen bedeutet ein bisschen zu sterben", erklärte der sichtlich gerührte Luxemburger. "Ich bin überzeugt, dass du die Mitgliedsstaaten zusammen hältst", sagte Juncker in Richtung seiner Nachfolgerin. "Falls du meinen Rat brauchst, wirst du ihn bekommen. Wenn du ihn nicht brauchst, wirst du ihn trotzdem bekommen." Prost!
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From Juncker with Love. Das Küsschen zum Abschied darf natürlich nicht fehlen: Jean-Claude Juncker scheidet nach fünf Jahren aus dem Amt des EU-Kommissionschefs.
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Neuer Nachbar: Handel-Kommissar Phil Hogan hat sein Büro auch auf dem 8. Stock.
Foto: Guy Wolff
Auch die Kommissare Nicolas Schmit, früher Minister unter Jean-Claude Juncker, und Margrethe Vestager waren bei der Amtsübergabe dabei.
Foto: Guy Wolff
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"Niemand hat sich mehr um Europa gekümmert als du", sagte die neue EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zu ihrem Vorgänger Jean-Claude Juncker und zeigt dem Luxemburger. wie die Chefetage unter ihr nun ausschaut.
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