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Polizeigewalt in den USA: Schwarzer Verdächtiger stirbt
International 26.05.2020 Aus unserem online-Archiv

Polizeigewalt in den USA: Schwarzer Verdächtiger stirbt

Demonstranten legen Blumen an der Stelle nieder, wo

Polizeigewalt in den USA: Schwarzer Verdächtiger stirbt

Demonstranten legen Blumen an der Stelle nieder, wo
AFP
International 26.05.2020 Aus unserem online-Archiv

Polizeigewalt in den USA: Schwarzer Verdächtiger stirbt

Ein weißer Polizist hat in Mineapolis einen Verdächtigen offenbar vor laufender Kamera tödlich verletzt.

(dpa) - Ein aufsehenerregendes Video aus der US-Stadt Minneapolis: Ein weißer Polizist drückt sein Knie mehrere Minuten lang an den Hals eines schwarzen Verdächtigen, der wiederholt um Hilfe fleht, bevor er das Bewusstsein verliert. Der Afroamerikaner starb kurz danach in einem nahen Krankenhaus. Die Polizei Minneapolis teilte am Dienstag mit, der Vorfall werde nun nicht nur intern, sondern auch von der Bundespolizei FBI untersucht. Der Bürgermeister der Stadt im Bundesstaat Minnesota, Jacob Frey, zeigte sich entsetzt: „Es sollte in Amerika kein Todesurteil sein, schwarz zu sein.“


TOPSHOT - A mixed patrol of South African National Defence Force (SANDF) and Gauteng Traffic Police set up a roadblock in Alexandra, Johannesburg, on March 31, 2020. - South Africa came under a nationwide lockdown on March 27, 2020, joining other African countries imposing strict curfews and shutdowns in an attempt to halt the spread of the COVID-19 coronavirus across the continent. (Photo by Michele Spatari / AFP)
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Der Mann hätte nicht sterben dürfen, erklärte Frey. Die vier in den Fall involvierten Polizeibeamten seien gefeuert worden, erklärte er. Mit Blick auf das Video sagte Frey vor Journalisten: „Was wir gesehen haben, ist schrecklich.“ Er fügte hinzu: „Was auch immer die Untersuchung ergibt, kann nicht die einfache Wahrheit verändern, dass er heute Morgen noch bei uns sein sollte.“ Was die Videos des Vorfalls vom Montagabend zeigten, sei „in jeder Hinsicht falsch“.

Die Polizei erklärte, die Beamten seien an den Ort gekommen, um einen Betrugsfall zu untersuchen. Der etwa 40 Jahre alte Verdächtige habe Widerstand geleistet. Dann heißt es: „Die Beamten konnten den Verdächtigen in Handschellen bekommen und stellten fest, dass er medizinische Hilfe zu brauchen schien.“ Die Beamten hätten daher einen Krankenwagen gerufen. Es blieb jedoch unklar, ob der Mann schon vor dem Vorgehen der Polizisten medizinische Hilfe gebraucht hätte.


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Ein zehn Minuten langes Video, das auf Facebook bis Dienstagmittag (Ortszeit) bereits rund 700 000 Mal angesehen worden war, zeigt, wie ein weißer Polizist auf dem Hals des Mannes kniet. Anfangs spricht dieser noch und sagt wiederholt: „Ich kann nicht atmen“. Er fordert die Beamten mehrfach auf, ihn loszulassen. Er sagt ihnen auch zu, dann freiwillig ins Polizeiauto einzusteigen. „Ich kann nicht atmen“, wiederholt er. Ein Passant fordert die Polizisten wiederholt auf, den Verdächtigen loszulassen. Der Mann am Boden wird dann zunehmend ruhiger, bevor er das Bewusstsein zu verlieren scheint. „Messt seinen Puls“, schreit ein Passant. Sanitäter laden den Mann etwa acht Minuten nach Beginn des Videos in einen Krankenwagen.


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