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Plan für Rückführung von Migranten in die Türkei steht
International 02.04.2016 Aus unserem online-Archiv
Griechenland

Plan für Rückführung von Migranten in die Türkei steht

Noch immer kommen neue Flüchtlinge in Lesbos an.
Griechenland

Plan für Rückführung von Migranten in die Türkei steht

Noch immer kommen neue Flüchtlinge in Lesbos an.
Foto: AFP
International 02.04.2016 Aus unserem online-Archiv
Griechenland

Plan für Rückführung von Migranten in die Türkei steht

Steve REMESCH
Steve REMESCH
Zwei Tage vor Beginn der geplanten Rückführungen von Flüchtlingen und Migranten in die Türkei sind erste Details bekannt geworden. Von Montag bis Mittwoch sollen zunächst 750 Asylsuchende mit zwei türkischen Schiffen von Lesbos nach Dikili gebracht werden.

 (dpa) - Zwei Tage vor Beginn der geplanten Rückführungen von Flüchtlingen und Migranten in die Türkei sind erste Details bekannt geworden. Demnach sieht der Plan der griechischen Küstenwache und der europäischen Grenzschutzagentur Frontex vor, dass von Montag bis einschließlich Mittwoch insgesamt rund 750 Asylsuchende an Bord von zwei türkischen Schiffen aus dem griechischen Mitilini, dem Hauptort von Lesbos, in den türkischen Hafen von Dikili gebracht werden. Dies berichtete die halbamtliche griechische Nachrichtenagentur ANA-MPA am Samstag unter Berufung auf Regierungskreise.

Demnach sind auch drakonische Sicherheitsmaßnahmen vorgesehen: Ein Polizist soll jeweils einen Menschen begleiten, der ausgewiesen wird.

Bei den Schiffen handelt es sich um den türkischen Katamaran „Nazli Jale“ und die türkische Kleinfähre „Lesbos“. Das erste Schiff kann pro Reise rund 200 Menschen (100 Migranten oder Flüchtlinge sowie 100 Polizisten) transportieren. Die Kleinfähre könne pro Überfahrt 50 Migranten und 50 Polizisten mitnehmen, hieß es weiter.

Die erste Überfahrt soll gegen 10.00 Uhr Ortszeit (9.00 MESZ) in Mitilini starten. Die illegal nach Griechenland eingereisten Migranten sollen zuvor mit Bussen aus den Aufnahmelagern von Moria nach Mitilini gebracht werden.

Viele Migranten weigerten sich, ausgewiesen und in die Türkei zurückgebracht zu werden, hieß es. Sicherheitskräfte auf den Inseln befürchteten Ausschreitungen.


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