Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Pentagon bleibt bedeckt zu Spekulationen über US-Einsatz in Venezuela
John  Bolton (l.)  vor einer Karte mit Ländern, die Guaidó (blau) oder Maduro (rot) unterstützen. Auf einer Seite seines Notizblocks steht "5.000 Mann nach Bolivien". Verteidigungsminister Patrick Shanahan kommentierte das nicht.

Pentagon bleibt bedeckt zu Spekulationen über US-Einsatz in Venezuela

Fotos: AFP
John Bolton (l.) vor einer Karte mit Ländern, die Guaidó (blau) oder Maduro (rot) unterstützen. Auf einer Seite seines Notizblocks steht "5.000 Mann nach Bolivien". Verteidigungsminister Patrick Shanahan kommentierte das nicht.
International 29.01.2019

Pentagon bleibt bedeckt zu Spekulationen über US-Einsatz in Venezuela

Der nationale Sicherheitsberater John Bolton hat mit einem Notizblock Spekulationen über einen möglichen Einsatz des US-Militärs in Südamerika ausgelöst. Das Pentagon schweigt.

(dpa) - Der amtierende US-Verteidigungsminister Patrick Shanahan hat sich bedeckt gehalten zu Spekulationen über einen möglichen Militäreinsatz der USA in Venezuela. Man beobachte die Lage in Venezuela sehr genau, sagte Shanahan am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Pentagon. Sein Ministerium unterstütze den Nationalen Sicherheitsrat des Weißen Hauses mit Rat.


National Security Advisor John Bolton speaks as US Secretary of the Treasury Steven Mnuchin looks on during a briefing in the Brady Briefing Room of the White House in Washington, DC on January 28, 2019. (Photo by Mandel NGAN / AFP)
Venezuela: Öl-Sanktionen und Spekulationen über US-Militäreinsatz
Die Öleinnahmen sind das Einzige, was Venezuela noch am Leben erhält. Im Machtkampf zwischen Venezuelas Regierung und Opposition wollen die USA nun massiv Druck machen.

Zuvor hatte der nationale Sicherheitsberater John Bolton mit einem Notizblock Spekulationen über einen möglichen Einsatz des US-Militärs in dem krisengeplagten Land ausgelöst. Darauf war der handgeschriebene Vermerk „5000 Soldaten nach Kolumbien“ zu lesen.

Shanahan sagte, er habe nicht mit Bolton über dieses Thema gesprochen. Er fügte hinzu, dass er die Angelegenheit nicht weiter kommentieren wolle.

In Venezuela tobt ein offener Machtkampf zwischen Präsident Nicolás Maduro und dem selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó. Die US-Regierung hat sich offensiv auf Guaidós Seite geschlagen und droht seit Tagen damit, alle denkbaren diplomatischen und wirtschaftlichen Hebel in Bewegung zu setzen, um Maduro zum Rückzug zu drängen.

Die Regierung von Präsident Donald Trump wollte militärische Schritte bisher explizit nicht ausschließen. Trump sagte: „Alle Optionen sind auf dem Tisch.“


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Militär steht weiter hinter Maduro
Den Machtkampf in Venezuela entscheidet vor allem das Militär. Immer wieder appelliert Interimspräsident Guaidó an die Armee, Hilfsgüter ins Land zu lassen.
TOPSHOT - Venezuelan Defense Minister Vladimir Padrino (R) gestures surrounded by military men as he delivers a speech in Caracas on February 19, 2019. (Photo by Yuri CORTEZ / AFP)
Maduro: "Hier ergibt sich niemand"
Die Staatskrise in Venezuela steht vor der völligen Eskalation. Staatschef Nicolás Maduro beharrt auf seiner Präsidentschaft und der Souveränität Venezuelas. Die diplomatischen Beziehungen zu den USA sind abgebrochen.
Venezuela's President Nicolas Maduro (C), speaks to a crowd of supporters to announce his is breaking off diplomatic ties with the United States, during a gathering in Caracas on January 23, 2019. - Venezuela President Nicolas Maduro announced on Wednesday he was breaking off diplomatic ties with the United States after counterpart Donald Trump acknowledged opposition leader Juan Guaido as the South American country's "interim president." (Photo by Luis ROBAYO / AFP)