Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Passagiere müssen 14 Stunden in Flugzeug ausharren
International 21.01.2019 Aus unserem online-Archiv

Passagiere müssen 14 Stunden in Flugzeug ausharren

Die United-Maschine stand 14 Stunden lang in der Kälte von Neufundland.

Passagiere müssen 14 Stunden in Flugzeug ausharren

Die United-Maschine stand 14 Stunden lang in der Kälte von Neufundland.
Symbolbild: Flickr
International 21.01.2019 Aus unserem online-Archiv

Passagiere müssen 14 Stunden in Flugzeug ausharren

Ein Flug von New Jersey nach Hongkong wurde für Passagiere der United-Airlines zu einer langen Geduldsprobe.

(jt) - Einen äußerst unangenehmen Zwischenstopp erlebten Passagiere am Sonntag auf einem Flug mit United Airlines: Nachdem ihre Maschine von New Jersey in Richtung Hongkong abgehoben war, kam es zu einem medizinischen Notfall an Bord. Die Boeing musste deshalb auf den Goose Bay Airport in Neufundland (Kanada) umgeleitet werden – und kam dort erstmal nicht weg.


Als der betroffene Passagier am Flugplatz von Rettungskräften abgeholt worden war, wollte die Crew die Reise wieder fortsetzen. Doch wegen eines technischen Problems an der Tür musste das Flugzeug am Boden bleiben. Stundenlang versuchten Techniker, die Tür ordnungsgemäß zu schließen – ohne Erfolg. Bei Außentemperaturen von minus 30 Grad war der Notausgang mittlerweile zugefroren.

Weil auf dem relativ kleinen Goose Bay Airport kein Zollmitarbeiter mehr im Dienst war, durften die Passagiere die Maschine nicht verlassen. An Bord wuchs die Unruhe. Die Besatzung reagierte jedoch vorbildlich und versorgte die Passagiere mit Essen und Trinken. Doch der Reiseproviant ging allmählich zur Neige, während die Ersatzmaschine weiter auf sich warten ließ. Erst am nächsten Tag konnte United die Besatzung in ein anderes Flugzeug setzen – dieses flog allerdings nicht nach Hongkong, sondern nach Newark, dem Startflughafen in New Jersey, zurück. Entsprechend "gut" war die Laune bei den United-Kunden nach der 14-stündigen Tortur. "Es war ein langer, langer, langer, langer Tag", twitterte einer der Passagiere. "Wir fühlen uns einfach müde und frustriert."

United hat sich mittlerweile für den Vorfall entschuldigt.




Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Eine Woche, nachdem die Fluggesellschaft United einen Mann gewaltsam aus einem Flugzeug geworfen hat, ändert die Airline ihre Regeln: Künftig müssen Crew-Mitglieder, die als Passagiere fliegen, eine Stunde vor Abflug einchecken.
Probleme mit Überbuchungen sollen künftig noch vor dem Einstieg der Passagiere in die Flugzeuge gelöst werden.
Für die Fluggesellschaft United Airlines ist der Vorfall auf dem Flug 3411 mit dem Rauswurf eines Passagiers noch längst nicht vorbei. United droht nun eine Klage.
CHICAGO, IL - APRIL 11: Demonstrators protest outside the United Airlines terminal at O'Hare International Airport on April 11, 2017 in Chicago, Illinois. United Airlines has been struggling to restore their corporate image after a cell phone video was released showing a passenger being dragged from his seat and bloodied by airport police after he refused to leave a reportedly overbooked flight.   Scott Olson/Getty Images/AFP
== FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY ==
United Airlines hat ein Problem: Die Welle der Empörung ebbt nicht ab, nachdem die Fluggesellschaft einen Passagier gewaltsam aus einem überbuchten Flugzeug holen ließ. Für das Unternehmen eine Affäre zur Unzeit.
United Airlines hat einen Passagier gewaltsam aus einem Flugzeug entfernen lassen. Videos zeigten, wie Sicherheitspersonal einen Mann über den Boden des Kabinengangs schleift.
Ersatzflug in neuer Maschine
Eine Bombendrohung bremst am Flughafen Köln/Bonn einen Germanwings-Flieger aus. Die Passagiere und die Crew müssen das Flugzeug verlassen. Gefunden wird nichts.
Die Bombendrohung sorgte am Sonntag für gehörige Aufregung am Flughafen Köln-Bonn.
Pannenserie auf Direktflug
Der Flug hat ganz schön an den Nerven der Passagiere gezehrt: Fast 40 Stunden waren sie von Abu Dhabi nach Düsseldorf unterwegs. Dabei sollte es ein schneller Direktflug werden.
Fast 40 Stunden in diesem Flieger: Die Maschine des Etihad am Flughafen Düsseldorf.