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Palästinenser erklären Ende der Kämpfe

Palästinenser erklären Ende der Kämpfe

AFP
International 2 Min. 10.08.2018

Palästinenser erklären Ende der Kämpfe

Nach einer neuen Eskalation der Gewalt im Nahen Osten kehrt vorerst Ruhe ein. Militante Palästinenser haben ein Ende der Kämpfe verkündet - doch am Gaza-Grenzzaun fließt wieder Blut. Ein Mensch wurde getötet, über 200 verletzt.

(dpa) - Nach israelischen Luftangriffen als Reaktion auf den Beschuss aus dem Gazastreifen hat sich die Lage in Israel und dem palästinensischem Küstengebiet deutlich entspannt. In der Nacht zum Freitag hatten militante Palästinenser nach eigenen Angaben ein Ende der Kämpfe mit Israel verkündet. Israel bestätigte die Abmachung zunächst nicht. Ein Sprecher der radikalislamischen Hamas erklärte jedoch, die wöchentlichen Proteste am Grenzzaun gingen weiter.


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Die Gewalt im Nahen Osten eskaliert erneut und gefährdet Gespräche über eine langfristige Waffenruhe zwischen Israel und Gaza. Nach drei Toten in Gaza verkünden militante Palästinenser ein Ende der aktuellen Welle der Gewalt.

Dutzende weitere Palästinenser seien am Freitag verletzt worden, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Abend mit. Nach Angaben der im Gazastreifen herrschenden radikalislamischen Hamas war einer der Getöteten ein Mediziner, der Demonstranten an der Grenze zu Israel behandelte. Mindestens 85 Palästinenser seien durch Schüsse verletzt, 131 weitere anderweitig verwundet und ins Krankenhaus gebracht worden.


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Angriffe aus Israel

Die israelische Luftwaffe hatte in der Nacht zum Donnerstag Ziele der Hamas angegriffen. Dabei wurden nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums eine schwangere Frau und ihre 18 Monate alte Tochter sowie ein Mitglied des militanten Arms der Hamas getötet.

27 weitere Palästinenser wurden demnach insgesamt verletzt. In Israel wurden nach Angaben der Armee durch Beschuss aus dem Gazastreifen sieben Menschen verletzt.

Die israelische Armee zählte bis Donnerstagmorgen rund 150 Raketen, die aus dem Gazastreifen in Richtung Israel abgefeuert wurden. Mehr als 30 palästinensische Raketen wurden abgefangen, der Rest schlug meist auf freiem Gelände ein, wie die Armee mitteilte. Sie attackierte nach eigenen Angaben daraufhin mehr als 150 militärische Ziele im Gazastreifen - unter anderem Trainingscamps, Lagerstätten und eine Waffenfabrik.


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Das Auswärtige Amt zeigte sich besorgt über die jüngste Konfrontation. Alle Bemühungen um Vermittlung und Beilegung des Konfliktes, insbesondere seitens Ägyptens und der Vereinten Nationen, müssten intensiviert werden, hieß es in einer Erklärung in Berlin. Frankreich verurteilte den Abschuss von Raketen auf Israel ebenfalls.

Israelische Medien berichteten von Verhandlungen über eine langfristige Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas unter ägyptischer Vermittlung. Die Hamas hatte am Montag Gespräche mit Ägypten über eine Waffenruhe bestätigt. Von Israel gab es dafür keine offizielle Bestätigung.

Kämpfe gehen weiter

An der Grenze zum Gazastreifen gingen die Proteste weiter.
An der Grenze zum Gazastreifen gingen die Proteste weiter.
AFP

Die Palästinenser fordern ein Ende der Gaza-Blockade und ein Recht auf Rückkehr in ihre frühere Heimat oder die ihrer Eltern und Großeltern. Diese Dörfer oder Städte gehören heute zum israelischen Staatsgebiet. Sie beziehen sich dabei auf Flucht und Vertreibung hunderttausender Menschen im Zuge der israelischen Staatsgründung 1948. Israel lehnt die Forderungen ab.

Die radikalislamische Hamas wird von Israel, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft. Sie hat sich die Zerstörung Israels auf die Fahne geschrieben.


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