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Obama und Bush würdigen McCain bei Trauerfeier
Eine militärische Ehrengarde trägt den Sarg des verstorbenen Senators.

Obama und Bush würdigen McCain bei Trauerfeier

Foto: AFP
Eine militärische Ehrengarde trägt den Sarg des verstorbenen Senators.
International 15 01.09.2018

Obama und Bush würdigen McCain bei Trauerfeier

„Er hat uns zu besseren Präsidenten gemacht, so wie er den Senat besser gemacht hat, so wie er dieses Land besser gemacht hat“, sagte Obama am Samstag in der Nationalen Kathedrale in der US-Hauptstadt.

(dpa) - Bei der zentralen Trauerfeier in Washington haben die früheren US-Präsidenten Barack Obama und George W. Bush den verstorbenen Senator John McCain gewürdigt. „Er hat uns zu besseren Präsidenten gemacht, so wie er den Senat besser gemacht hat, so wie er dieses Land besser gemacht hat“, sagte Obama am Samstag in der Nationalen Kathedrale in der US-Hauptstadt.


A military honor guard carries the casket of the late US Senator John McCain into the US Capitol August 31, 2018 in Washington, DC. (Photo by Win McNamee / POOL / Getty Images)
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Obamas Amtsvorgänger Bush sagte über McCain: „Er war ehrenhaft, immer anerkennend, dass seine Kontrahenten immer noch Patrioten und Menschen waren.“ Bush fügte hinzu: „Im Angesicht der Herrschenden bestand McCain darauf: Wir sind besser als das. Amerika ist besser als das.“ McCain habe „Machtmissbrauch“ verachtet.

McCain hatte die Präsidentenwahl 2008 als Kandidat der Republikaner gegen den Demokraten Obama verloren. Im Jahr 2000 unterlag er Bush in den Vorwahlen für die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner.

US-Präsident Donald Trump nahm an der Trauerfeier für seinen innerparteilichen Widersacher in Washington nicht teil. Er besuchte stattdessen seinen Golfclub im benachbarten Bundesstaat Virginia.

Obama sagte: „Präsident Bush und ich gehören zu den wenigen Glücklichen, die gegen John auf der höchsten Ebene der Politik antreten konnten.“ McCain habe verstanden, „dass manche Prinzipien über Politik hinausgehen, dass manche Werte über Parteien hinausgehen. Deswegen hat er eine freie und unabhängige Presse als lebenswichtig für eine gute Debatte verteidigt.“ Dies kann als Seitenhieb auf Trump verstanden werden, der einen Großteil der US-Medien immer wieder verunglimpft und ihnen unterstellt, bewusst unwahr zu berichten.

McCain habe daran geglaubt, auch die andere Seite zu hören, sagte Obama. Er habe außerdem gewusst, dass Demokratie nicht funktioniere, wenn man die Wahrheit aus Gründen politischer Opportunität beugt.


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Cindy McCain, wife of the late U.S. Sen. John McCain, stands over his casket as he lies in state in the U.S. Capitol Rotunda Friday, Aug. 31, 2018, in Washington. (Photo by Morry Gash / POOL / AFP)
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