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Obama trifft auf Castro
International 1 09.04.2015 Aus unserem online-Archiv
Amerika-Gipfel

Obama trifft auf Castro

International 1 09.04.2015 Aus unserem online-Archiv
Amerika-Gipfel

Obama trifft auf Castro

Kuba und die USA haben ihre Eiszeit nach 50 Jahren beendet. Beim Amerika-Gipfel in Panama werden sich die Präsidenten Barack Obama und Raúl Castro begegnen. Es ist ein symbolträchtiger Termin.

(dpa) - Mit der erstmaligen Teilnahme des sozialistischen Kubas beginnt am Freitagabend (Ortszeit) der Amerika-Gipfel in Panama. Zum Gipfeltreffen der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) sind die Staats- und Regierungschefs aller 35 Länder der Region eingeladen - auch US-Präsident Barack Obama soll bei den zweitägigen Beratungen (bis 11. April) in Panama-Stadt dabei sein.

Dort wird Obama voraussichtlich seinen kubanischen Amtskollegen Raúl Castro treffen. Es wäre die erste Begegnung beider Staatschefs seit der Mitte Dezember angekündigten Annäherung zwischen Washington und Havanna. Die beiden früheren Erzrivalen hatten damals überraschend die Normalisierung ihrer diplomatischen Beziehungen nach mehr als 50 Jahren Eiszeit verkündet.

Wann es zu der Begegnung kommen soll, ist allerdings noch unklar. Ein richtiges bilaterales Treffen sei bislang nicht geplant, teilte die US-Regierung im Vorfeld mit. Obama und Castro würden beim Gipfel aber durchaus Gelegenheit für eine „Interaktion“ haben.

Kuba knüpft Eröffnung von Botschaften an eine Bedingung

Unklar ist auch noch, ob die US-Regierung Kuba bald aus ihrer Liste der Terror-Unterstützerstaaten streicht. Havanna hat dies als Bedingung für die geplante Eröffnung regulärer Botschaften genannt. In Panama wurde mit der Möglichkeit spekuliert, dass Washington die Maßnahmen vielleicht kurz vor dem Gipfel ankündigt.

Für Spannungen in Panama könnte das zerrüttete Verhältnis zwischen den USA und dem engen Kuba-Verbündeten Venezuela sorgen. Washington hatte kürzlich Sanktionen gegen ranghohe venezolanische Funktionäre verhängt und vor diesem Hintergrund das Land als nationale Bedrohung für die USA eingestuft.

Dagegen organisierte Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro eine „antiimperialistische“ Unterschriftenkampagne. Maduro wird auch am Wochenende in Panama erwartet.


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