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Obama spricht von „neuer Phase“
International 10.11.2014 Aus unserem online-Archiv
Kampf gegen den IS

Obama spricht von „neuer Phase“

Obama hatte am Freitag die Entsendung von 1500 Soldaten verkündet.
Kampf gegen den IS

Obama spricht von „neuer Phase“

Obama hatte am Freitag die Entsendung von 1500 Soldaten verkündet.
AFP
International 10.11.2014 Aus unserem online-Archiv
Kampf gegen den IS

Obama spricht von „neuer Phase“

Im Kampf gegen die Terrormiliz ist für die USA nach erfolgreichen Luftschlägen eine Offensive in Sicht. Derweil wird gerätselt, ob Anführer der IS bei einem Angriff verletzt wurde.

(dpa) - US-Präsident Barack Obama sieht eine „neue Phase“ im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Irak. Die Luftangriffe hätten „sehr wirksam“ die Kapazitäten der Dschihadisten verringert und ihren Vormarsch verlangsamt, sagte Obama am Sonntag in einem Interview des Senders CBS. Statt zu versuchen, ihnen nur den Schwung zu nehmen, sei man jetzt in einer Position, damit anzufangen, etwas in die Offensive zu gehen.

„Was wir jetzt brauchen, sind Bodentruppen, irakische Bodentruppen, die damit beginnen, sie zurückzudrängen“, sagte der Präsident, der am Freitag die Entsendung zusätzlicher 1500 US-Soldaten in den Irak verkündet hatte.

Er bekräftigte zugleich, dass die Amerikaner vor Ort keine Kampfeinsätze leisten, sondern lediglich bei der Ausbildung irakischer Truppen und anderer Kräfte für den Kampf gegen den IS helfen würden. Aber die USA würden örtliche Bodentruppen „nah aus der Luft“ unterstützen, wenn sie so weit seien, eine Offensive gegen den IS zu starten.

Luftangriffe auf Terrormiliz

Unterdessen gibt es nach einem Luftangriff auf die Terrormiliz im Irak neue Berichte über eine Verletzung des IS-Anführers Abu Bakr al-Baghdadi. Irakische Regierungsstellen und der Staatssender Irakija meldeten am Sonntag, auch Al-Baghdadi sei getroffen worden. Das US-Zentralkommando in Tampa/Florida teilte mit, es lägen keine Informationen vor, die Berichte bestätigten, nach denen Al-Baghdadi verletzt worden sei.

Kampfflugzeuge der USA hatten einen Konvoi mit IS-Anführern angegriffen. Dabei seien „viele“ Extremisten, darunter zwei regionale Chefs, getötet worden, zitierte die „New York Times“ einen irakischen Kommandeur und einen Sicherheitsbeamten. Über den Ort der Bombardierung gab es zunächst Unklarheiten. Laut „New York Times“ habe die Attacke nahe der Ortschaft Al-Kaim im Westirak stattgefunden, die „Washington Post“ zitiert hingegen einen Sprecher des US-Zentralkommandos, der Konvoi sei nahe Mossul bombardiert worden.


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