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Obama im Anti-IS-Kampf gestützt
International 18.09.2014 Aus unserem online-Archiv
US-Repräsentantenhaus

Obama im Anti-IS-Kampf gestützt

Irakische Truppen im Einsatz gegen die IS-Milizen.
US-Repräsentantenhaus

Obama im Anti-IS-Kampf gestützt

Irakische Truppen im Einsatz gegen die IS-Milizen.
AHMAD AL-RUBAYE
International 18.09.2014 Aus unserem online-Archiv
US-Repräsentantenhaus

Obama im Anti-IS-Kampf gestützt

Die Abgeordneten stimmten in der Nacht auf Donnerstag Obamas Plänen zu, moderate Rebellen in Syrien zur Bekämpfung der Extremisten mit Waffen auszurüsten und auszubilden.

(dpa) - Das US-Repräsentantenhaus hat Präsident Barack Obama im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gestärkt. Die Abgeordneten stimmten in der Nacht auf Donnerstag dessen Plänen zu, moderate Rebellen in Syrien zur Bekämpfung der Extremisten mit Waffen auszurüsten und auszubilden. Den Einsatz amerikanischer Bodentruppen im Irak hatte Obama zuvor abermals kategorisch ausgeschlossen und entsprechende Spekulationen zurückgewiesen.

Obama will die Extremisten vorrangig mit Attacken von Kampfflugzeugen besiegen. „Als Euer Oberbefehlshaber der Streitkräfte werde ich Euch und den Rest unserer bewaffneten Streitkräfte nicht zu einem weiteren Bodenkrieg im Irak verpflichten“, sagte Obama bei einem Truppenbesuch des Zentralkommandos in Tampa (Florida), das unter anderem für Irak und Syrien zuständig ist. Zugleich warnte er den IS: „Unsere Reichweite ist groß, letztendlich werden wir Euch finden.“

"Kein Golfkrieg"

Außenminister John Kerry unterstrich die Haltung der US-Regierung. Der Kampf gegen die Extremisten sei nicht mit dem Zweiten Golfkrieg von 1991 oder dem Irakkrieg von 2003 zu vergleichen. Anders als bei den Operationen „Desert Storm“ und „Iraqi Freedom“ würden nun keine US-Bodentruppen in den Krieg geschickt, sagte Kerry in einer Anhörung im Außenausschuss des Senats. US-Generalstabschef Martin Dempsey hatte am Dienstag bei einer ähnlichen Anhörung die Entsendung von Kampftruppen in das Land nicht mehr ausgeschlossen.

Die IS-Miliz kontrolliert im Norden und Westen des Iraks riesige Gebiete. Auch im Nachbarland Syrien beherrscht sie große Regionen. In beiden Ländern geht sie brutal gegen Gegner und Andersgläubige vor.

Nach der Zustimmung des Repräsentantenhaus muss nun noch der Senat die Ausrüstung moderater Rebellen in Syrien genehmigen. Dies gilt als wahrscheinlich. Das Training der Rebellen soll dann nach US-Regierungsangaben in Saudi-Arabien stattfinden. Binnen zwölf Monaten sollen mehr als 5000 überprüfte Kämpfer trainiert und mit Waffen ausgerüstet werden. Die dafür veranschlagten 500 Millionen Dollar (390 Millionen Euro) sollen durch Umschichtungen im Verteidigungshaushalt zur Verfügung gestellt werden. Die USA sind dabei, eine möglichst starke internationale Koalition gegen den IS zu schmieden.


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A U.S. Air Force A-10 Thunderbolt aircraft from Bagram Air Base flies a combat mission over Afghanistan, in this handout photograph taken on June 14, 2009.  An influential group of U.S. lawmakers on Thursday pledged to thwart the Pentagon's plans to retire the U.S. fleet of A-10 "Warthog" aircraft.  REUTERS/Staff Sgt. Jason Robertson/U.S. Air Force/Handout via Reuters (AFGHANISTAN - Tags: MILITARY POLITICS) FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. IT IS DISTRIBUTED, EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS
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