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Nur noch wenige Flüchtlinge kommen durch
International 02.03.2016 Aus unserem online-Archiv
Balkanroute

Nur noch wenige Flüchtlinge kommen durch

Schätzungsweise 10.000 Migranten sind an der griechisch-mazedonischen Grenze "gestrandet".
Balkanroute

Nur noch wenige Flüchtlinge kommen durch

Schätzungsweise 10.000 Migranten sind an der griechisch-mazedonischen Grenze "gestrandet".
Foto: AFP
International 02.03.2016 Aus unserem online-Archiv
Balkanroute

Nur noch wenige Flüchtlinge kommen durch

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Am mazedonischen Grenzzaun harren Tausende Migranten aus. Nur wenige Flüchtlinge dürfen rüber. Die EU-Kommission fordert 700 Millionen Euro Hilfsgelder.

(dpa) - Im letzten Jahr waren es noch mehr als eine Million Menschen, jetzt schaffen es nur noch ganz wenige Flüchtlinge über die sogenannte Balkanroute. Die mazedonische Polizei hat am Mittwoch rund 200 Flüchtlinge aus Nordgriechenland einreisen lassen.

Auf der griechischen Seite warten inzwischen 10.000 Flüchtlinge auf die Weiterreise - und viele hundert weitere sind auf dem Weg dorthin. Im griechischen Hafen Piräus kamen am Mittwoch wieder mehr als 1000 Flüchtlinge an.

Staaten wie Griechenland sollen in den nächsten drei Jahren bis zu 700 Millionen Euro für die Bewältigung der Flüchtlingskrise bekommen. Das schlug die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel vor.

Komplett dicht

In Kroatien und Slowenien wurde am Morgen nicht ein einziger Flüchtling gezählt. Am Vortag waren es rund 450, teilte die Polizei am Mittwoch in Zagreb und Ljubljana mit. Damit kommen insgesamt täglich deutlich weniger Menschen über diesen Transitweg nach Österreich und Deutschland als die 580 am Tag, auf die sich die Balkanländer Mitte Februar ohne Griechenland geeinigt hatten.

Dagegen waren es im Dezember letzten Jahres teilweise über 4000 am Tag. In den ersten zwei Monaten des laufenden Jahres waren in Slowenien 98.000 neue Flüchtlinge gezählt worden. Die weitgehende Schließung der Grenze durch Mazedonien hat schätzungsweise 10.000 Migranten in Nordgriechenland stranden lassen. Viele von ihnen blockierten am Mittwochmorgen die Eisenbahntrasse. Die Versorgung der Menschen wird immer schwieriger. Ihre Gesundheit - vor allem die der Kinder - sei in Gefahr, warnten mehrere humanitäre Organisationen.

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 / AFP / LOUISA GOULIAMAKI
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