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Nürnberger Prozesse: Die Saat des Bösen

Nürnberger Prozesse: Die Saat des Bösen

Nürnberger Prozesse: Die Saat des Bösen

Nürnberger Prozesse: Die Saat des Bösen


von Steve BISSEN/ 20.11.2020

Unmittelbar nach der Machtergreifung im Jahr 1933 verbrennen NS-Anhänger literarische Werke von Schriftstellern wie Erich Kästner, Kurt Tucholsky oder Heinrich Mann auf öffentlichen Plätzen. Auf der schwarzen Liste steht auch Heinrich Heine, der in einem seiner Werke bereits 1820 schreibt: „Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.“ Getty Images
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Das Nazi-Regime fußt auf einem ideologisch motivierten Rassenwahn und ist von Beginn an unfähig, Kompromisse zu schließen. Das Ergebnis dieser Kompromissunfähigkeit sind Abermillionen Tote und ein verwüsteter Kontinent.

Nürnberg, historische Kulisse der NSDAP-Parteitage, bei denen die Nazis seit 1927 ihren universalen Herrschaftsanspruch mit Massenaufmärschen, Fahnen und Fackeln demonstrieren, und Namensgeber für die sogenannten Nürnberger Gesetze, verkörpert wie keine andere Stadt in Deutschland die Gnadenlosigkeit und die Unmenschlichkeit des Nazi-Regimes, dem letzten Endes Millionen unschuldiger Menschen zum Opfer fallen werden. 

Und so ist es kein Zufall, dass Nürnberg nach dem Krieg zum Ort für die Kriegsverbrecherprozesse der Nazi-Bonzen auserwählt und eigens eine neue Kategorie für deren Barbarei eingeführt wird – „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ ...

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