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Nordsyrien: Türkei und USA vereinbaren Waffenruhe
International 17.10.2019 Aus unserem online-Archiv

Nordsyrien: Türkei und USA vereinbaren Waffenruhe

Der türkische Präsident Tayyip Erdogan (Mitte links) und US-Vizepräsident Mike Pence (Mitte rechts) am Verhandlungstisch. Rechts neben Pence US-Außenminister Mike Pompeo, ganz links sein türkischer Amtskollege Mevlut Cavusoglu, daneben Vizepräsident Fuat Oktay.

Nordsyrien: Türkei und USA vereinbaren Waffenruhe

Der türkische Präsident Tayyip Erdogan (Mitte links) und US-Vizepräsident Mike Pence (Mitte rechts) am Verhandlungstisch. Rechts neben Pence US-Außenminister Mike Pompeo, ganz links sein türkischer Amtskollege Mevlut Cavusoglu, daneben Vizepräsident Fuat Oktay.
AFP
International 17.10.2019 Aus unserem online-Archiv

Nordsyrien: Türkei und USA vereinbaren Waffenruhe

Die USA wollen ihre Sanktionen gegen die Türkei bei einer dauerhaften Waffenruhe in Nordsyrien zudem wieder aufheben. Das erklärte Vizepräsident Mike Pence am Donnerstag in Ankara.

 (dpa) - Die USA und die Türkei haben sich auf eine Waffenruhe in Nordsyrien geeinigt. Die Türkei werde ihren Militäreinsatz gegen die Kurdenmilizen 120 Stunden lang stoppen, sagte US-Vizepräsident Mike Pence in einer Pressekonferenz in Ankara am Donnerstagabend. Ziel sei, dass die Kämpfer der YPG-Miliz abziehen können. Diese Phase habe bereits begonnen. Nach dem vollständigen Abzug der Kurdenmilizen solle die Offensive ganz beendet werden.

Eine hochkarätige US-Delegation unter Führung von Pence sowie der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatten das Abkommen am Donnerstag in mehrstündigen Verhandlungen erzielt. Präsident Donald Trump twitterte: „Tolle Neuigkeiten aus der Türkei. ... Millionen Leben werden gerettet.“

Die Türkei hatte vor rund einer Woche einen Militäreinsatz gegen die kurdische YPG-Miliz in Nordsyrien begonnen. Die YPG kontrolliert dort ein großes Gebiet. Die Türkei betrachtet sie als Terrororganisation. Für die USA waren die Kurdenkämpfer dagegen lange Verbündete im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Der türkische Einsatz war international auf scharfe Kritik gestoßen, teilweise aber erst durch einen US-Truppenabzug aus dem Grenzgebiet ermöglicht worden.


US Secretary of State Mike Pompeo (L) attends a meeting between President Donald Trump and Italian President Sergio Mattarella (not pictured) in the Oval Office of  the White House in Washington, DC, on October 16, 2019. (Photo by Brendan Smialowski / AFP)
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Bei einer dauerhaften Waffenruhe in Nordsyrien wollen die USA ihre Sanktionen gegen die Türkei wieder aufheben, sagte US-Vizepräsident Pence und betonte, vorerst würden keine weiteren Strafmaßnahmen gegen die Türkei verhängt.

Die USA hatten zu Wochenanfang wegen der Offensive Sanktionen gegen türkische Minister und Ministerien verhängt sowie die Anhebung von Strafzöllen auf Stahlimporte aus der Türkei und den Abbruch von Gesprächen über ein Handelsabkommen angekündigt. Zunächst hatten die Sanktionen aber keine Wirkung gezeigt.

Die Einigung kam überraschend. Erdogan hatte noch kurz vor dem Besuch aus den USA betont, dass eine Waffenruhe nicht infrage komme, solange das Ziel nicht erreicht sei: Die Türkei will entlang der syrisch-türkischen Grenze eine sogenannte Sicherheitszone einrichten und alle Kurdenmilizen daraus vertreiben.


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