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Nordkorea will angeblich Gespräche mit USA
 Der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un soll angeblich zu Gesprächen mit den USA bereit sein.

Nordkorea will angeblich Gespräche mit USA

Foto: AFP
Der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un soll angeblich zu Gesprächen mit den USA bereit sein.
International 2 Min. 25.02.2018

Nordkorea will angeblich Gespräche mit USA

Neue Sanktionen, neues Säbelrasseln. Trotz der harschen Worte im Konflikt um Nordkoreas Atomrüstung verkündet Südkorea plötzlich, dass Nordkorea mit den USA reden wolle.

(dpa) - Trotz der neuen Sanktionen ist Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un nach südkoreanischen Angaben zu Gesprächen mit den USA über den Atomkonflikt bereit. Bei einem Treffen mit Südkoreas Präsident Moon Jae In vor der Schlussfeier der Olympischen Winterspiele am Sonntag in Pyeongchang, bekräftigte Nordkoreas General Kim Yong Chol, sein Land habe „ausreichende Absichten“, mit den USA ins Gespräch zu kommen. Das berichtete der Sprecher des Präsidialamtes in Seoul laut Nachrichtenagentur Yonhap.

Die nordkoreanische Delegation habe auch die Bereitschaft von Kim Jong Un übermittelt, seine Annäherungspolitik fortsetzen und die Beziehungen weiter verbessern zu wollen, hieß es. Unter welchen Umständen es in dem Konflikt um das nordkoreanischen Atomwaffen- und Raketenprogramm zu Gesprächen zwischen den USA und Nordkorea kommen könnte, blieb aber weiter unklar. Hohe Vertreter beider Seiten halten sich zum Abschluss der Winterspiele in Südkorea auf.

Bei der Schlussfeier saß der berüchtigte General aus Nordkorea schräg hinter der amerikanischen Präsidententochter Ivanka Trump auf der Ehrentribüne. Die enge Beraterin ihres Vaters Donald Trump saß in der ersten Reihe zwischen der südkoreanischen Präsidentengattin und der chinesischen Vizeministerpräsidentin Liu Yandong. Die Trump-Tochter vermied einen Kontakt mit dem früheren Geheimdienstchef aus Nordkorea, dessen Empfang in Südkorea Proteste ausgelöst hat.

Einseitige Sanktionen der USA

Kurz zuvor hatte es noch scharfe Kritik aus Pjöngjang an den neuen Sanktionen der USA gehagelt. Jede Art von „Blockade“ werde als „kriegerische Handlung“ betrachtet, erklärte das Außenministerium. Die USA „laufen Amok, um eine neue dunkle Wolke der Konfrontation und des Krieges über die koreanische Halbinsel zu schicken“. Nordkorea besitze Atomwaffen, um mit der Bedrohung durch die USA umzugehen.


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Trump hatte am Freitag einseitige Sanktionen der USA verhängt. Er nannte sie die „heftigsten“, die jemals verfügt worden seien. 55 Schiffe, Reedereien und Handelsunternehmen wurden mit Strafmaßnahmen belegt. Trump drohte auch mit einer nicht näher definierten „Phase zwei“, sollten die Sanktionen nicht funktionieren. „Phase zwei wird eine sehr raue Angelegenheit werden. Das könnte sehr, sehr bedauerlich für die Welt sein“, sagte Trump. Er denke aber nicht, dass er diese Karte spielen wolle. „Wir werden sehen.“

Vor zwei Wochen hatte Kims einflussreiche Schwester Kim Yo Jong bei ihrem historischen Besuch zur Eröffnungsfeier ein geplantes Geheimtreffen mit US-Vizepräsident Mike Pence in Seoul in letzter Minute platzen lassen. Sie hatte eine Einladung ihres Bruders an Moon nach Pjöngjang übermittelt. Südkoreas Präsident will darauf nicht eingehen, solange es nicht auch zu einem Dialog mit den USA kommt.

Die USA fordern von Nordkorea die Aufnahme von Verhandlungen zur Beseitigung seines Atomwaffen- und Raketenprogramms. In Washington mehren sich seit längerem Stimmen für einen begrenzten Militärschlag gegen Nordkorea. Kritiker verweisen darauf, dass der Konflikt militärisch nicht zu lösen sei und jede militärische Aktion sofort mit zehntausenden Toten extrem eskalieren könne.


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