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Nordkorea und China wollen Zusammenarbeit vertiefen
International 2 Min. 21.06.2019 Aus unserem online-Archiv

Nordkorea und China wollen Zusammenarbeit vertiefen

Xi Jinping und Kim Jong Un in trauter Zweisamkeit.

Nordkorea und China wollen Zusammenarbeit vertiefen

Xi Jinping und Kim Jong Un in trauter Zweisamkeit.
Foto: AFP
International 2 Min. 21.06.2019 Aus unserem online-Archiv

Nordkorea und China wollen Zusammenarbeit vertiefen

Längere Zeit waren die Beziehungen zwischen Nordkorea und China wegen des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms merklich abgekühlt. Seit dem vergangenen Jahr gibt es wieder eine stärkere Annäherung. Das unterstreicht auch ein bilateraler Gipfel in Pjöngjang.

(dpa) - Angesichts der festgefahrenen Verhandlungen mit den USA über sein Atomwaffenprogramm hat Nordkorea nun seine Nähe zu China demonstriert. Machthaber Kim Jong Un habe sich mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping über Probleme in der Welt und der Region beraten, berichteten Nordkoreas Staatsmedien am Freitag. Beide Seiten seien bei ihrem Treffen am Vortag darin übereingekommen, dass es im gegenseitigen Interesse sei, angesichts „ernsthafter und komplexer Veränderungen in der internationalen und regionalen Situation“ die Beziehungen voranzutreiben.

Das Treffen habe in „ernster und offener Atmosphäre“ stattgefunden, hieß es. Auf die Atomgespräche mit den USA gingen die Berichte allerdings zunächst nicht näher ein.


People watch a television news programme showing file footage of North Korea's projectile weapons, at a railway station in Seoul on May 9, 2019. - North Korea welcomed a US envoy's visit to Seoul by firing at least one projectile for the second time in just six days on May 9, the South's military said, as Pyongyang seeks to up the ante in deadlocked nuclear negotiations with Washington. (Photo by Jung Yeon-je / AFP)
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Beim ersten Besuch eines chinesischen Präsidenten in dem abgeschotteten Nachbarland seit 14 Jahren hatte Xi am Donnerstag die Regierungen Nordkoreas und der USA zur Wiederaufnahme ihrer Verhandlungen aufgerufen. Xi habe Kim dabei gesagt, die internationale Gemeinschaft hoffe, dass beide Länder dabei auch Ergebnisse vorlegten, berichtete der chinesische Sender CCTV.

Kim sieht dem Bericht zufolge weiter zunächst die USA am Zug. Er habe bisher keine positive Antwort der „entsprechenden Partei“ erhalten, wurde Kim zitiert.

Das zweite Gipfeltreffen zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump war Ende Februar in Vietnam gescheitert. Beide Seiten konnten sich in der zentralen Frage der atomaren Abrüstung Nordkoreas nicht einigen. Pjöngjang forderte eine Lockerung der internationalen Sanktionen. Die US-Regierung will die Sanktionen jedoch beibehalten, solange das mit dem nordkoreanischen Atomwaffenprogramm verbundene Risiko nicht gebannt ist. Trump wird voraussichtlich am Rande des G20-Gipfels Ende nächster Woche in Japan auch mit Xi zusammenkommen. Dabei dürfte auch Nordkorea ein wichtiges Thema sein.

Xi Jinpings zweitägiger Staatsbesuch in Nordkorea macht die Verbesserung der Beziehungen zwischen den beiden traditionellen Verbündeten deutlich. Die ersten Jahre nach der Machtübernahme Kim Jong Uns Ende 2011 waren von einer merklichen Abkühlung des Verhältnisses geprägt. Mit seinen Atom- und Raketentests verärgerte Pjöngjang auch Peking immer stärker.

Nach direkten Gesprächen mit Kim lobte Xi die Beziehungen beider Staaten auch auf einem großen Staatsbankett am Donnerstag, wie Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag berichtete. Peking sei bereit für eine „glänzende Zukunft“ in den bilateralen Beziehungen, sagte Xi demnach. Der Besuch habe „ein neues und großartiges Kapitel“ in der Freundschaft zwischen Nordkorea und China aufgeschlagen.


HANDOUT - 01.01.2019, Nordkorea, ---: Dieses undatierte, von der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA am 01.01.2019 zur Verfügung gestellte Foto zeigt Kim Jong Un, Machthaber von Nordkorea, während der Neujahrsansprache. Das Foto wurde von der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA zur Verfügung gestellt. Sein Inhalt kann nicht eindeutig verifiziert werden Foto: KCNA/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++
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Beide Seiten seien sich einig, dass eine politische Lösung der Atomfrage auf der koreanischen Halbinsel ein wichtiges Bestreben sei und an Friedensgesprächen festgehalten werden müsse.  

Kim bereitete seinem Gast einen pompösen Empfang. In der Hauptstadt Pjöngjang begrüßten Hunderttausende Menschen mit Fahnen und Blumen die chinesische Delegation. Nach dem Bankett am Abend sahen sich beide nach nordkoreanischen Berichten eine kulturelle Massenaufführung in Pjöngjang an.


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