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Nordkorea trotzt Trumps Warnungen: "Leichtsinniger alter Mann"
International 09.12.2019 Aus unserem online-Archiv

Nordkorea trotzt Trumps Warnungen: "Leichtsinniger alter Mann"

US-Präsident Donald Trump und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un im Juni 2019.

Nordkorea trotzt Trumps Warnungen: "Leichtsinniger alter Mann"

US-Präsident Donald Trump und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un im Juni 2019.
Foto: AFP
International 09.12.2019 Aus unserem online-Archiv

Nordkorea trotzt Trumps Warnungen: "Leichtsinniger alter Mann"

"Weil er ein leichtsinniger und unberechenbarer alter Mann ist, wird die Zeit womöglich kommen, dass wir ihn (...) als "dementen Greis" bezeichnen", so Kim Yong Chol, der Vorsitzende des nordkoreanischen Asien-Pazifik-Friedenskomitees.

(dpa) - Nordkoreas Führung trotzt den Warnungen Donald Trumps im Streit um ihr Atomwaffenprogramm und attackiert den US-Präsidenten erneut verbal. Es gebe so viele Dinge, die Trump nicht über Nordkorea wisse, erklärte der Vorsitzende des nordkoreanischen Asien-Pazifik-Friedenskomitees und frühere Geheimdienstchef, Kim Yong Chol.

"Wir haben nichts mehr zu verlieren", wurde Kim am Montag von Staatsmedien zitiert. Nordkorea werde sein künftiges Tun nur aufgrund dessen, was Trump gesagt habe, nicht mehr überdenken. "Weil er ein leichtsinniger und unberechenbarer alter Mann ist, wird die Zeit womöglich kommen, dass wir ihn (...) als "dementen Greis" bezeichnen."

Trump hatte Nordkorea am Sonntag davor gewarnt, seine Zusage einer atomaren Abrüstung zu brechen. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un habe viel zu viel zu verlieren, falls er auf feindselige Weise handeln sollte, schrieb Trump auf Twitter. Er bezog sich auf eine Vereinbarung mit Kim Jong Un zur Denuklearisierung bei ihrem ersten gemeinsamen Gipfel in Singapur 2018. 

Kim Yong Chol, der im vergangenen Jahr als Gesandter Pjöngjangs nach Washington gereist war, warnte, Kim Jong Un könne seine Meinung über den US-Präsidenten ändern.


HANDOUT - 28.11.2019, Nordkorea, ---: Dieses undatierte von der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA am 28.11.2019 zur Verfügung gestellte Foto zeigt den Abschuss einer Rakete. ACHTUNG: Das Foto wurde von der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA zur Verfügung gestellt. Sein Inhalt kann nicht eindeutig verifiziert werden. Foto: -/KCNA/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++
Nordkorea meldet bedeutenden Test auf Satellitenstartgelände
Die Raketen- und Satellitenanlage in Sohae, die eigentlich abgebaut werden sollte, ist wieder in Betrieb. Den USA erteilt Pjöngjang derweil eine neue Gesprächsabsage.

Ungeachtet der speziellen Beziehung zwischen Trump und Kim Jong Un hat sich der Ton zwischen beiden Ländern zuletzt wieder verschärft. Nordkorea hatte mit einem "neuen Weg" gedroht, sollten die USA bis Jahresende keine neuen Vorschläge für die Atomgespräche vorlegen. Der zweite gemeinsame Gipfel war im Februar in Vietnam gescheitert. Die Verhandlungen sind seitdem nicht mehr vorangekommen.

Am Sonntag hatte Nordkorea einen "sehr wichtigen" Test an einer Satelliten-Startanlage vermeldet, dessen Ergebnis auch Einfluss auf die strategische Ausrichtung des Landes haben werde. Experten vermuten, dass Nordkorea ein Raketentriebwerk getestet hat.


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