Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Nordkorea spricht erneut vom Test eines „supergroßen“ Raketenwerfers
International 11.09.2019

Nordkorea spricht erneut vom Test eines „supergroßen“ Raketenwerfers

Freudige Erregung: Kim Jong Un (l.) mit Militärs neben einem Raketenwerfer. Echtheit und Aufnahmedatum des Fotos aus Nordkorea konnten allerdings nicht unabhängig bestätigt werden.

Nordkorea spricht erneut vom Test eines „supergroßen“ Raketenwerfers

Freudige Erregung: Kim Jong Un (l.) mit Militärs neben einem Raketenwerfer. Echtheit und Aufnahmedatum des Fotos aus Nordkorea konnten allerdings nicht unabhängig bestätigt werden.
Foto: AFP
International 11.09.2019

Nordkorea spricht erneut vom Test eines „supergroßen“ Raketenwerfers

Nach südkoreanischen Angaben hat Nordkorea zwei Projektile in Richtung Ostküste abgefeuert. Sie kamen rund 330 Kilometer weit.

(dpa) - Nordkorea hat nach eigenen Angaben Fortschritte bei der Erprobung eines „supergroßen“ Mehrfachraketenwerfers erzielt. Nach einem Test am Dienstag deutete das abgeschottete Land am Mittwoch an, weitere Versuche mit dem Waffensystem zu unternehmen. Machthaber Kim Jong Un habe den jüngsten Test des Raketenwerfers angeleitet, berichteten die Staatsmedien. Der Einsatz des Systems für „Kampfhandlungen“ habe sich bestätigt, wurde Kim zitiert. 


Urlaubsbilder aus Nordkorea: 14 Tage Diktatur
Der Düdelinger Nils Leches hat Nordkorea bereist. Nach seiner Rückkehr berichtet Leches von seiner anstrengenden Reise und schildert seine Sicht auf den Fall Warmbier.

Weitere „Abschuss-Probeläufe“ müssten folgen, sagte Kim, ohne konkreter zu werden. Der jüngste Test sei aber vollständig im Einklang mit seinem Zweck gewesen. Ende August hatte Nordkorea eigenen Angaben zufolge den Mehrfachraketenwerfer bereits getestet.

Südkoreas Streitkräfte hatten am Dienstag mitgeteilt, Nordkorea habe zwei Projektile von einer Region nördlich von Pjöngjang in Richtung Ostküste abgefeuert. Sie seien etwa 330 Kilometer weit geflogen. Experten vermuteten, dass möglicherweise eine Rakete ihr Ziel im Japanischen Meer (koreanisch: Ostmeer) nicht erreicht haben könnte, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap.

"Interessante Botschaft"

Der jüngste Raketentest durch Nordkorea erfolgte nur wenige Stunden nach einem an Bedingungen geknüpften Angebot an die USA, neue Arbeitsgespräche über sein Atomwaffenprogramm führen zu können. Nordkoreas Vize-Außenministerin Choe Son Hui machte deutlich, dass Pjöngjang von Washington neue Vorschläge erwarte. US-Präsident Donald Trump nannte die Botschaft aus Pjöngjang „interessant“, ließ aber zunächst offen, ob es bald zu einem Treffen kommen könnte.


Moment der Unachtsamkeit oder Kalkül? Donald Trump salutiert vor einem nordkoreanischen General.
Der falsche Salut
Donald Trump mag das Militär. Amerika mag das Militär auch. Die Vorliebe des Präsidenten für Uniformen ist für seine Wähler daher kein Nachteil. Dass Trump aber jüngst vor einem nordkoreanischen General salutierte, kam weniger gut an.

Trump hatte sich bei einem kurzen Treffen mit Kim Jong Un Ende Juni an der innerkoreanischen Grenze darauf geeinigt, Arbeitsgruppen zur Abrüstung in der Region zu bilden. Die Gespräche kamen aber bisher nicht zustande.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema