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Noch 23 Verfahren gegen ehemalige KZ-Wachleute offen
International 15.10.2019

Noch 23 Verfahren gegen ehemalige KZ-Wachleute offen

Die Bahngleise vor dem historischen Tor der Gedenkstätte Auschwitz gelten als bildstarkes Symbol für den Holocaust.

Noch 23 Verfahren gegen ehemalige KZ-Wachleute offen

Die Bahngleise vor dem historischen Tor der Gedenkstätte Auschwitz gelten als bildstarkes Symbol für den Holocaust.
Foto: Monika Skolimowska/ZB/dpa
International 15.10.2019

Noch 23 Verfahren gegen ehemalige KZ-Wachleute offen

"Wir wollen noch möglichst viele Täter ermitteln", sagt der stellvertretende Leiter der Zentralen Stelle zur Aufklärung von NS-Verbrechen in Ludwigsburg, Thomas Will.

(dpa) - Wegen Verbrechen in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern führen die deutschen Staatsanwaltschaften noch 23 Ermittlungsverfahren. Offen seien zwölf Verfahren zu Sachsenhausen, sechs zu Buchenwald, jeweils zwei zu Stutthof und Mauthausen sowie ein Verfahren zu Ravensbrück, sagte der stellvertretende Leiter der Zentralen Stelle zur Aufklärung von NS-Verbrechen in Ludwigsburg, Thomas Will, der „Welt“. Am Donnerstag beginnt vor dem Landgericht Hamburg ein Prozess gegen einen ehemaligen Wachmann im KZ Stutthof bei Danzig. Dem 93-Jährigen wird Beihilfe zum Mord in 5230 Fällen vorgeworfen.


„Zu jung zum Erschießen“
Der Generalstreik im August 1942 war von langer Hand geplant - sein Echo hallte im Leben des damals minderjährigen Jos Steichen noch lange nach.

„Wir wollen noch möglichst viele Täter ermitteln“, sagte Will. Die Verfolgung von Mord sei zwingend vorgeschrieben. Eine Altersgrenze für die Ermittlungen gebe es nicht. „Wenn wir jetzt einen konkreten Hinweis auf einen heute noch lebenden über 100-Jährigen bekommen würden, werden wir auch gegen ihn Vorermittlungen führen“, sagte er.


Über 36.000 Meneschen starben im Konzentrationslager Mauthausen in Österreich.
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Weil er als SS-Mann Wachdienst im österreichischen KZ Mauthausen geleistet hat, ist ein 95-jähriger jetzt in Berlin wegen Beihilfe zum Mord in 36.000 Fällen angeklagt worden.

Im September hatte der NDR von 29 laufenden Verfahren gegen mutmaßliche NS-Verbrecher berichtet. Dabei gehe es um ehemalige KZ-Wachmannschaften, aber auch um Massaker von SS-Einheiten in Frankreich und durch Mitglieder von „Sicherheitspolizei“ und „Sicherheitsdienst“ in der Ukraine, hieß es.


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