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Neun von zehn Bürgern wollen mehr Mitsprache in der EU
International 09.03.2021 Aus unserem online-Archiv

Neun von zehn Bürgern wollen mehr Mitsprache in der EU

Die Daten wurden zwischen dem 22. Oktober und dem 20. November 2020 erfragt.

Neun von zehn Bürgern wollen mehr Mitsprache in der EU

Die Daten wurden zwischen dem 22. Oktober und dem 20. November 2020 erfragt.
Foto: Shutterstock
International 09.03.2021 Aus unserem online-Archiv

Neun von zehn Bürgern wollen mehr Mitsprache in der EU

Sechs von zehn Befragten sagten, die Covid-19-Krise sei für sie Anlass, über die Zukunft der EU nachzudenken.

(dpa) - Neun von zehn Befragten in der Europäischen Union wünschen sich mehr Mitsprache der Bürger bei Entscheidungen über die Zukunft der Gemeinschaft. Dies geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Eurobarometer-Umfrage mit rund 27 000 Teilnehmern hervor. Die Unterstützung für die geplante Konferenz zur Zukunft Europas ist demnach groß.

Die Konferenz soll am Mittwoch durch eine gemeinsame Erklärung der EU-Institutionen endgültig besiegelt werden und dann rasch starten. Der Bürgerdialog soll Bürgern Gelegenheit geben, ihre Erwartungen an die Politik zu äußern. Vor allem das Europaparlament hofft auch auf Impulse für Reformen - etwa ob das Amt des EU-Kommissionspräsidenten künftig den Spitzenkandidaten bei Europawahlen vorbehalten wird.

Gemeinsame Umfrage

Im Eurobarometer fragten EU-Kommission und Parlament gemeinsam die Meinungen zur Konferenz ab. Demnach sehen 76 Prozent die Konferenz als Fortschritt für die Demokratie - 25 Prozent stimmen voll zu und 51 Prozent stimmen eher zu. Ebenfalls 51 Prozent gaben an, sich selbst aktiv einbringen zu wollen.


A photograph taken on August 19, 2020 at the EU headquarters in Brussels shows a screen displaying (from top to down R) European Council President Charles Michel, European Parliament President David-Maria Sassoli, EU High Representative for Foreign Affairs and Security Policy Josep Borrell, European Commission President Ursula Von Der Leyen, German Chancellor Angela Merkel, Dutch Prime Minister Mark Rutte, Slovenian Prime Minister Janez Jansa, French President Emmanuel Macron, Czech Republic's Prime Minister Andrej Babis, Sweden's Prime Minister Stefan Lofven, Danish Prime Minister Mette Frederiksen, Belgian Prime Minister Sophie Wilmes, Hungary's Prime Minister Viktor Orban, Poland's Prime Minister Mateusz Morawiecki, Ireland's Prime Minister Micheal Martin, Lithuania's President Gitanas Nauseda, Greek Prime Minister Kyriekos Mitsotekis, Italian Prime Minister Giuseppe Conte, and Latvia's Prime Minister Krisjanis Karins, during the EU emergency video summit on the crisis in Belarus. - EU leaders began an emergency video summit to discuss the crisis in Belarus, as the country's exiled opposition chief urged them to reject President Alexander Lukashenko's disputed re-election. (Photo by Olivier HOSLET / POOL / AFP)
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Sechs von zehn Befragten sagten, die Covid-19-Krise sei für sie Anlass, über die Zukunft der EU nachzudenken. Auf die Frage nach ihren Wünschen für die Zukunft Europas nannten 35 Prozent eine Angleichung des Lebensstandards, 30 Prozent mehr Solidarität zwischen den 27 EU-Staaten und 25 Prozent die Entwicklung einer gemeinsamen Gesundheitspolitik. Vorteile der EU sind für 32 Prozent Rechtsstaatlichkeit, für 30 Prozent die Wirtschafts- und Handelsmacht.

Das Eurobarometer ist eine regelmäßige Umfrage unter gut 27 000 Bürgern in allen 27 Mitgliedsstaaten. Die Daten der Sonderumfrage „Zukunft Europas“ wurden zwischen dem 22. Oktober und dem 20. November 2020 in persönlichen Befragungen und pandemiebedingt zum Teil in Online-Interviews erhoben.    

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