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Neun Tote und 1354 Verletzte bei Protesten an Gaza-Grenze
International 07.04.2018 Aus unserem online-Archiv

Neun Tote und 1354 Verletzte bei Protesten an Gaza-Grenze

Palästinenser aus dem Gazastreifen bei Zusammenstößen mit israelischen Sicherheitskräften.

Neun Tote und 1354 Verletzte bei Protesten an Gaza-Grenze

Palästinenser aus dem Gazastreifen bei Zusammenstößen mit israelischen Sicherheitskräften.
Foto: AFP
International 07.04.2018 Aus unserem online-Archiv

Neun Tote und 1354 Verletzte bei Protesten an Gaza-Grenze

Die Zahl der bei den massiven Protesten an der Grenze zu Israel getöteten Palästinenser ist auf neun gestiegen. Ein Sprecher des palästinensischen Gesundheitsministeriums teilte am Samstag mit, 1354 weitere Menschen seien am Vortag bei den Konfrontationen im Grenzbereich des Gazasteifens verletzt worden.

(dpa) - Die Zahl der bei den massiven Protesten an der Grenze zu Israel getöteten Palästinenser ist auf neun gestiegen. Ein Sprecher des palästinensischen Gesundheitsministeriums teilte am Samstag mit, 1354 weitere Menschen seien am Vortag bei den Konfrontationen im Grenzbereich des Gazasteifens verletzt worden.

Unter den Toten seien auch ein 16-Jähriger und ein palästinensischer Journalist, hieß es in der Mitteilung. Auch Frauen und Kinder seien verletzt worden. 491 Menschen erlitten den Angaben zufolge Schussverletzungen, viele andere klagten über Beschwerden nach dem Einsatz von Tränengas. Auch unter den Verletzten sollen palästinensische Journalisten sein.

Insgesamt kamen seit Karfreitag beim schlimmsten Ausbruch der Gewalt seit 2014 mindestens 31 Palästinenser ums Leben, mehr als 2800 wurden verletzt. Israelische Soldaten schossen nach Armeeangaben gezielt auf palästinensische Rädelsführer. Viele der Getöteten waren nach israelischen Angaben militante Palästinenser.

Nach Angaben der israelischen Armee waren am Freitag rund 20 000 Palästinenser an Protesten und Ausschreitungen entlang der Grenze beteiligt. Sie setzten an vielen Orten Autoreifen in Brand. Es habe zahlreiche Versuche gegeben, im Schutz der Rauchschwaden den Grenzzaun zu beschädigen und Sprengsätze zu legen, teilte die Armee mit.

Die radikalislamische Hamas hatte vor einer Woche den „Marsch der Rückkehr“ gestartet, insgesamt sollen die Proteste sechs Wochen andauern. Anlass ist der 70. Jahrestag der Gründung Israels. Die Palästinenser sehen sie als Katastrophe an, weil 1948 Hunderttausende Palästinenser fliehen mussten oder vertrieben wurden.


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