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Neuer Erdrutsch in Norwegen: Rettungskräfte geben Hoffnung auf
International 05.01.2021

Neuer Erdrutsch in Norwegen: Rettungskräfte geben Hoffnung auf

Eine Rettungsmannschaft sucht nach einem Erdrutsch nach vermissten Menschen.

Neuer Erdrutsch in Norwegen: Rettungskräfte geben Hoffnung auf

Eine Rettungsmannschaft sucht nach einem Erdrutsch nach vermissten Menschen.
Foto: dpa
International 05.01.2021

Neuer Erdrutsch in Norwegen: Rettungskräfte geben Hoffnung auf

Mehr als sechs Tage nach dem Erdrutsch in Norwegen hat es im Katastrophengebiet einen weiteren Abgang gegeben. Am Dienstagabend gaben die Rettungskräfte die Suche nach Überlebenden auf.

(dpa) - Mehr als sechs Tage nach dem Erdrutsch in Norwegen hat es im Katastrophengebiet einen weiteren Abgang gegeben. Nach einem Alarm mussten sich die Rettungskräfte auf ihrer Suche nach Überlebenden am Dienstag vorübergehend aus der Risikozone zurückziehen. Keiner der Einsatzkräfte sei bei dem kleineren Erdrutsch verletzt worden, sagte der polizeiliche Einsatzleiter Roy Alkvist in den Mittagsstunden vor Reportern. Er sei jedoch eine Erinnerung an die riskanten Bedingungen im Unglücksgebiet.

Zu dem heftigen Erdrutsch in Ask in der Kommune Gjerdrum rund 40 Kilometer nordöstlich von Oslo war es am frühen Morgen des 30. Dezember gekommen. In der Folge wurden zehn Menschen vermisst. Bei den drei Vermissten handelt es sich um zwei Erwachsene und ein 13-jähriges Mädchen. Seit dem Neujahrstag hatten die Rettungskräfte sieben Todesopfer gefunden und identifiziert. Unter ihnen war ein zweijähriges Mädchen mit seinem Vater und seiner schwangeren Mutter sowie vier weitere Tote im Alter von 29 bis 69 Jahren. 

Die Suche nach Überlebenden ist beendet

Die Retter gaben zunächst nicht ihre Hoffnung auf, Überlebende finden zu können. Zuversichtlich stimmte sie, dass am Montagabend ein Hund lebend im Katastrophengebiet entdeckt worden war. Er hatte sich in einem Lufteinschluss befunden. Knapp eine Woche nach dem Erdrutsch haben die Rettungskräfte am Dienstag allerdings ihre lange gehegte Zuversicht aufgegeben, Überlebende finden zu können. Mit großer Trauer müsse sie nun mitteilen, dass man keine Hoffnung mehr darauf habe, Menschen lebend im Unglücksgebiet zu entdecken, sagte die regionale Polizeichefin Ida Melbo Øystese. Der Einsatz, der bislang als Rettungsaktion gegolten hatte, trete nun in eine neue Phase ein. Dabei werde es nun darum gehen, die Leichen der drei verbliebenen Vermissten zu finden.


04.01.2021, Norwegen, Ask: Kerzen wurden vor einer Weihnachtskrippe in der Hauptstraße aufgestellt. Zu dem Erdrutsch in der Kommune Gjerdrum war es bereits am frühen Morgen des 30.12.2020 gekommen, er hatte sich auf einer Länge von etwa 700 Metern und einer Breite von 300 Metern ausgedehnt und einen riesigen Krater hinterlassen. Bislang wurden sieben Todesopfer entdeckt. Foto: Ole Berg-Rusten/NTB/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Ein gewaltiger Erdrutsch ist durch eine Ortschaft nördlich von Oslo gerauscht und hat die kleine Gemeinde damit für immer verändert. Mindestens sieben Menschen sind tot, drei weitere werden vermisst.

„Die vergangene Woche haben wir alles getan, um Leben zu retten“, sagte die Polizistin. „Wir haben alle Gebiete untersucht, in denen man sich es vorstellen konnte, dass jemand überleben könnte. Wir haben alles getan, was in unserer Macht stand. Aber diese Naturkatastrophe hat erhebliche Kräfte gehabt.“ Die Obduktionsberichte der bisher gefundenen Todesopfer zeigten, dass diese sehr schnell ums Leben gekommen seien. Dies unterstreiche, welche Kräfte auf ihre Körper eingewirkt hätten, sagte Melbo Øystese. Ein Überleben sei angesichts dessen kaum möglich gewesen.  


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