Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Neue Streikwelle bei Ryanair
Am 10. August werden 104 Flüge der Billig-Airline ausfallen.

Neue Streikwelle bei Ryanair

Foto: AFP
Am 10. August werden 104 Flüge der Billig-Airline ausfallen.
International 04.08.2018

Neue Streikwelle bei Ryanair

Die Urlaubsfreude könnte für viele Menschen in der kommenden Woche getrübt werden. Beim Billigflieger Ryanair wird wieder gestreikt.

(dpa) - Mitten in der Ferienzeit müssen sich Reisende wieder auf Streiks bei Europas größtem Billigflieger Ryanair gefasst machen. Am Freitag, 10. August, werden insgesamt 104 Flüge von und nach Belgien gestrichen, teilte das Unternehmen im Kurznachrichtendienst Twitter mit. Außerdem seien am selben Tag Schweden (22 Flüge) und Irland (20) betroffen.

Auch Passagiere in Deutschland und den Niederlanden könnten möglicherweise von Streiks betroffen sein. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hatte der irischen Fluggesellschaft kürzlich eine letzte Frist bis zum kommenden Montag gesetzt. Sollte Ryanair bis dahin kein verbessertes Angebot abgegeben haben, wollte die Gewerkschaft am Mittwoch weitere Schritte verkünden.

Ryanair selbst rechnete damit, dass sich die deutschen Piloten den Streikaktionen in anderen Ländern am Freitag anschließen werden. Europas größter Billigflieger fliegt in Deutschland 19 Flughäfen an, von denen zehn als Heimatbasen für einzelne Jets dienen.


A flight attendant waits to greet passengers aboard a Ryanair plane at the airport in Valencia on July 25, 2018 as the airline's cabin crew began a two-day strike.
Ryanair has been forced to cancel dozens of flights across Europe as its cabin crew began a two-day strike in Spain, Portugal Belgium and Italy over pay and work conditions. The Irish low-cost airline said the stoppage called by five unions had forced it to cancel 600 flights across Europe on July 25 and 26, affecting 100,000 passengers who either were put on alternative flights or have applied for full refunds. / AFP PHOTO / JOSE JORDAN
Ryanair-Personal streikt mitten in der Urlaubszeit
Nach den Piloten gehen jetzt beim Billigflieger Ryanair auch die Flugbegleiter auf die Barrikaden. Sie fordern mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen. In Luxemburg waren am Mittwoch drei Bestimmungen betroffen.

Im Tarifkonflikt in Irland soll nun ein Schlichter eingreifen. Ein entsprechendes Angebot der Airline ohne Vorbedingungen hätten die Vertreter der Piloten akzeptiert, berichtete der irische Sender RTÉ am Samstag. Die Verhandlungen können dem Bericht zufolge frühestens am 14. August beginnen. An dem Streik der irischen Piloten am 10. August soll aber trotzdem festgehalten werden, betonte die Gewerkschaft Forsa. Es wäre dann der fünfte Streiktag dort.

Der letzte Streik der irischen Piloten am vergangenen Freitag hatte kaum spürbare Folgen, wie Ryanair mitteilte. Die Passagiere der etwa 20 ausgefallenen Flüge seien rechtzeitig umgebucht oder finanziell entschädigt worden. Man sehe dem Streik am kommenden Freitag in Irland daher gelassen entgegen, hieß es zuletzt. Ryanair hatte zuvor aber angedroht, wegen der bisherigen Streiks 300 Stellen in Irland abzubauen. Stattdessen soll die Flotte in Polen aufgestockt werden.

Bei den Streiks geht es um die Bezahlung, aber auch um die Arbeitsbedingungen bei der Billig-Airline. Das Unternehmen hatte erstmals Ende 2017 Gewerkschaften als Verhandlungspartner anerkannt. Bereits vor etwa eineinhalb Wochen hatte ein 48-stündiger Streik der Flugbegleiter Reisende in mehreren europäischen Ländern getroffen.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema