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Strengere Testpflicht bei Einreise nach Deutschland
International 2 Min. 01.08.2021
Neue Corona-Regeln

Strengere Testpflicht bei Einreise nach Deutschland

Eine Kontrolle aller Autos ist nicht geplant, Stichproben wird es aber geben.
Neue Corona-Regeln

Strengere Testpflicht bei Einreise nach Deutschland

Eine Kontrolle aller Autos ist nicht geplant, Stichproben wird es aber geben.
Archivfoto: Chris Karaba
International 2 Min. 01.08.2021
Neue Corona-Regeln

Strengere Testpflicht bei Einreise nach Deutschland

Alle Personen, die älter als zwölf Jahre sind, müssen ab Sonntag ein verringertes Übertragungsrisiko nachweisen - Ausnahmen für Grenzpendler.

(dpa) - Strengere Testpflichten bei der Einreise nach Deutschland sollen eine Corona-Ausbreitung zum Ende der Sommerferien verhindern. „Wer nach Deutschland einreist, muss damit rechnen, kontrolliert zu werden. Bundes- und Landespolizei arbeiten hier Hand in Hand“, sagte Innenminister Horst Seehofer der „Bild am Sonntag“. 

An den Binnengrenzen werde es Stichproben geben, um kilometerlange Staus im Urlaubsverkehr zu verhindern. „Bei Einreisen aus Ländern außerhalb der EU, an den Flug- und Seehäfen wird jeder kontrolliert, ohne Ausnahme.“ Wer keinen negativen Test habe, müsse eventuell in Quarantäne, und es drohten „empfindliche Bußgelder“.

Kernpunkte der Neuregelung, die ab Sonntag greift:

NACHWEISPFLICHT: Alle ab zwölf Jahren müssen künftig bei der Einreise belegen können, dass bei ihnen das Übertragungsrisiko verringert ist: mit dem Nachweis einer Impfung, einem Nachweis als Genesener oder einem negativen Testergebnis. Diese Vorgabe gab es schon für alle Flugpassagiere, nun gilt sie auch für Einreisen per Auto, Bahn oder Schiff.

AUSNAHMEN: Grenzpendler sind von der Anmelde- und Absonderungspflicht ausgenommen. Diese Sonderregelung gilt jedoch nur, falls man sich zuvor nicht in einem Virusvariantengebiet aufgehalten hat, oder in einigen spezifischen Fällen, beispielsweise bei einem unabdingbaren Studienaufenthalt.

VIRUSVARIANTENGEBIETE: Bei einem Aufenthalt in Gebieten mit neuen, besorgniserregenden Virusvarianten ist ein Testnachweis Pflicht. Nachweise als Genesener oder Geimpfter reichen in diesem Fall nicht.

KONTROLLEN: Den jeweiligen Nachweis muss man bei der Einreise dabei haben und bei „stichprobenhaften“ Überprüfungen durch die Behörden vorlegen. Flugreisende müssen der Airline den Nachweis schon vor dem Start zeigen, in grenzüberschreitenden Zügen soll es auch während der Fahrt möglich sein. Grenzkontrollen aller Autos sind nicht geplant.

TESTS: Im Ausland sind Schnelltests oder PCR-Tests möglich - auf eigene Kosten. Schnelltests dürfen bei der Einreise in Deutschland höchstens 48 Stunden alt sein, PCR-Tests 72 Stunden. Für Schnelltests verkürzt sich die Frist bei Virusvariantengebieten auf 24 Stunden.

RISIKOGEBIETE: Künftig gibt es statt drei nur noch zwei Kategorien für weltweite Regionen mit höherem Infektionsrisiko. Neben den Virusvariantengebieten sind dies „Hochrisikogebiete“ mit besonders hohen Fallzahlen. Ein Indiz: eine Sieben-Tage-Inzidenz von „deutlich mehr als 100“. Betrachtet werden sollen aber auch andere Faktoren.

QUARANTÄNE: Rückkehrer aus Hochrisikogebieten müssen zehn Tage in Quarantäne, die frühestens ab dem fünften Tag mit einem negativen Test beendet werden kann. Für Kinder unter zwölf endet die Quarantäne generell nach dem fünften Tag nach Einreise. Geimpfte und Genesene müssen nicht in Quarantäne. Bei Virusvariantengebieten gilt weiterhin eine in der Regel nicht verkürzbare Quarantäne von 14 Tagen.


ARCHIV - 09.07.2021, Spanien, Palma de Mallorca: Touristen genießen die Sonne am Strand von Arenal. (zu dpa «Mallorca «absolut sicheres Urlaubsziel» trotz Infektionsrekord» vom 16.07.2021) Foto: Clara Margais/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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ANMELDUNG: Urlauber aus Hochrisiko- oder Virusvariantengebieten müssen sich weiter beim amtlichen digitalen Einreiseportal anmelden. Auch Test-, Impf- oder Genesenennachweise sind dort hochzuladen, sobald man sie hat.

SANKTIONEN: Bei Verstößen drohen Bußgelder - etwa gegen die Pflicht sich anzumelden, Nachweise vorzulegen oder in Quarantäne zu gehen. Auch Verkehrsunternehmen drohen Bußgelder bei Verstößen. Generell können Bußgelder bei krassen Verstößen bis zu 25.000 Euro betragen.

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