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Neue Ausschreitungen in Israel
International 7 03.07.2019 Aus unserem online-Archiv

Neue Ausschreitungen in Israel

Angehörige der äthiopisch-jüdischen Gemeinschaft stellen sich gegen die Polizei.

Neue Ausschreitungen in Israel

Angehörige der äthiopisch-jüdischen Gemeinschaft stellen sich gegen die Polizei.
Foto: AFP
International 7 03.07.2019 Aus unserem online-Archiv

Neue Ausschreitungen in Israel

Nach einem Todesfall von einem äthiopischen Juden bei einem Polizeieinsatz gingen Tausende auf die Straßen, unter anderem in Tel Aviv, um gegen Polizeigewalt und Rassismus zu protestieren. Die Demonstrationen eskalierten als Fahrzeuge in Brand gesetzt wurden.

(dpa) -  Nach dem Tod eines Juden mit äthiopischen Wurzeln bei einem Polizeieinsatz in Israel sind Proteste im ganzen Land eskaliert. Tausende aus Äthiopien stammende Juden demonstrierten gegen Polizeigewalt und Rassismus.


22.07.2018, Israel, Jerusalem: Mitglieder und Unterstützer der Gemeinschaft Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender (LGBT) tragen die LGBT-Regenbogenfahne sowie die israelische Flagge und rufen Parolen. Der Protest richtet sich gegen einen letzte Woche verabschiedeten Gesetzentwurf, der es mehr Menschen ermöglicht, eine Leihmutterschaft in Anspruch zu nehmen, homosexuellen Paaren diese Möglichkeit jedoch verwehrt. Foto: Nir Alon/ZUMA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Tausende Israelis demonstrieren gegen Diskriminierung Homosexueller
Tausende Israelis haben am Sonntag landesweit gegen die Diskriminierung Homosexueller demonstriert. In mehreren Städten, darunter Tel Aviv, Jerusalem, Haifa und Beerscheva, marschierten Menschen mit Protestschildern auf den Straßen.

Am Sonntag hatte, nach Polizeiangaben, ein Zivilpolizist einen Streit beobachtet und ging daraufhin dazwischen. Eine Gruppe Jugendlicher fing an den Polizisten, nach eigenen Angaben, mit Steinen zu bewerfen. Der Polizist gab an, er habe um sein Leben gefürchtet, weswegen er nach seiner Waffe griff und auf die Gruppe schoss.
Dabei wurde ein 18-jähriger tödlich getroffen. Augenzeugen berichteten allerdings, dass der Polizist sich nie wirklich in Gefahr befand und er lediglich die Jugendlichen mit seiner Waffe bedrohte.

Die Proteste eskalieren erneut

Aufgrund des Vorfalls am Sonntag sind tausende Menschen daraufhin auf die Straße gegangen um zu demonstrieren.
Die Situation eskalierte allerdings schnell, nachdem die Demonstranten Fahrzeuge in Brand setzten und zentrale Kreuzungen blockierten.

Präsident Rivlin und Ministerpräsident Netanjahu nahmen Stellung und zeigten Anteilnahme an der Trauer und Verständnis für die Kritik der Demonstranten. Sie riefen allerdings auch für eine Beruhigung der Lage und zum Dialog auf.

Zum jetzigen Stand wurden Rettungsdiensten nach 147 Menschen verletzt, darunter 111 Polizisten. Laut Angaben der Polizei wurden 136 Menschen festgenommen.


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