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Nato zieht Soldatenausbilder aus dem Irak ab
International 07.01.2020

Nato zieht Soldatenausbilder aus dem Irak ab

Ein Teil der Nato-Ausbilder sind laut Spiegel bereits aus dem Irak abgezogen worden.

Nato zieht Soldatenausbilder aus dem Irak ab

Ein Teil der Nato-Ausbilder sind laut Spiegel bereits aus dem Irak abgezogen worden.
Foto: dpa
International 07.01.2020

Nato zieht Soldatenausbilder aus dem Irak ab

Hunderte Militärausbilder schulen bei einer Nato-Ausbildungsmission bisher irakische Sicherheitskräfte im Kampf gegen den IS. Nun wird es dem Militärbündnis in Teilen des Krisenlandes zu gefährlich.

(dpa) - Nach der Bundeswehr zieht wegen der Spannungen im Nahen Osten nun auch die Nato einen Teil ihrer Soldaten aus dem Irak ab. Das bestätigte ein Sprecher des Militärbündnisses am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel. Dies bedeute die zeitweise Verlegung eines Teils des Personals an andere Orte im Irak oder außerhalb des Landes, sagte der Sprecher. Hintergrund sei der Schutz der Soldaten. Man sei bereit, die Ausbildungsmission wieder aufzunehmen, wenn es die Lage vor Ort zulasse. Zuvor hatte der "Spiegel" darüber berichtet.

Angesichts der aktuellen Lage in der Region hatte die Nato bereits am Wochenende entschieden, die tägliche Ausbildungsarbeit zunächst auszusetzen. Die Mission laufe aber grundsätzlich weiter, hatte ein Sprecher betont.


Iranian mourners lift a picture of slain military commander Qasem Soleimani during a funeral procession in the capital Tehran on January 6, 2020, for him as well as Iraqi paramilitary chief Abu Mahdi al-Muhandis and other victims of a US attack. - Downtown Tehran was brought to a standstill as mourners flooded the Iranian capital to pay an emotional homage to Soleimani, the "heroic" general who spearheaded Iran's Middle East operations as commander of the Revolutionary Guards' Quds Force and was killed in a US drone strike on January 3 near Baghdad airport. (Photo by ATTA KENARE / AFP)
US-Regierung dementiert angebliche Abzugspläne
Während die US-Truppen aus dem Irak abziehen könnten, besteht das Risiko, dass Teheran Vergeltungsangriffe gegen die USA durchführt.

Nachdem die USA in der Nacht zum Freitag den iranischen Top-General Ghassem Soleimani getötet hatten, hatten die Spannungen zwischen Teheran und Washington stark zugenommen. Am Sonntag stimmte das Parlament im Irak dann für eine Resolution, nach der die Regierung den Abzug aller ausländischen Truppen im Land einleiten soll, die Teil des US-geführten Bündnisses zum Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sind. Die deutsche Bundeswehr zog ihre im Zentralirak eingesetzten Soldaten bereits am Dienstag ab.

Der aktuelle Irak-Einsatz der Nato läuft seit Oktober 2018. Er soll die irakischen Streitkräfte in die Lage versetzen, ein Wiedererstarken der Terrormiliz IS zu verhindern. Dazu schulen mehrere hundert Ausbilder irakische Militärausbilder und helfen beim Aufbau von Militärschulen. Als Ausbildungsort wurde neben der Hauptstadt-Region Bagdad unter anderem der Militärkomplex in Tadschi ausgewählt. Die Bundeswehr ist an dem Nato-Einsatz nicht beteiligt.


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