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Nato-Staaten einigen sich trotz Streits auf Gipfelerklärung
International 11.07.2018

Nato-Staaten einigen sich trotz Streits auf Gipfelerklärung

Besonders zwischen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump hatte es den einen oder anderen verbalen Schlagabtausch gegeben.

Nato-Staaten einigen sich trotz Streits auf Gipfelerklärung

Besonders zwischen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump hatte es den einen oder anderen verbalen Schlagabtausch gegeben.
AFP
International 11.07.2018

Nato-Staaten einigen sich trotz Streits auf Gipfelerklärung

Die Staats- und Regierungschefs der Nato-Staaten haben sich trotz des erbitterten Streits um die Verteidigungsausgaben auf eine gemeinsame Gipfelerklärung geeinigt.

(dpa) - Die Staats- und Regierungschefs der Nato-Staaten haben sich trotz des erbitterten Streits um die Verteidigungsausgaben auf eine gemeinsame Gipfelerklärung geeinigt. In dem am Mittwoch in Brüssel verabschiedeten Text wird allerdings keine Lösung für die vor allem zwischen Deutschland und den USA ausgetragene Auseinandersetzung aufgezeigt. Die 29 Nato-Staaten bekräftigen lediglich noch einmal ihr „uneingeschränktes Bekenntnis“ zu dem sogenannten „Zwei-Prozent-Ziel“ aus dem Jahr 2014.

 Premierminister Xavier Bettel mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg.
Premierminister Xavier Bettel mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg.
AFP

Dieses wird allerdings unterschiedlich interpretiert. Nach Auffassung von US-Präsident Donald Trump haben sich damals alle Nato-Staaten verpflichtet, spätestens 2024 mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben. Die deutsche Regierung verweist jedoch darauf, dass im Beschluss lediglich davon die Rede ist, sich in Richtung der zwei Prozent zu bewegen.


11.07.2018, Belgien, Brüssel: Donald Trump, Präsident der USA, spricht anlässlich seines Treffens mit dem Nato-Generalsekretär Stoltenberg beim Nato-Gipfel in der Brüsseler Residenz des amerikanischen Botschafters. Neben ihm sitzt Kay Bailey Hutchison, Botschafterin der Vereinigten Staaten bei der Nato. Vom 11. bis 12.07.2018 nehmen die Staats- und Regierungschefs der 29 Nato-Mitgliedstaaten und Vertreter der EU am Gipfeltreffen des nordatlantischen Verteidigungsbündnisses teil. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Nach den jüngsten Prognosen der Nato werden 2018 neben den USA lediglich Griechenland, Großbritannien, Polen, Rumänien sowie die drei baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland das Zwei-Prozent-Ziel erreichen.

Deutschland liegt trotz deutlich steigender Verteidigungsausgaben derzeit bei etwa 1,24 Prozent. Nach deutscher Lesart haben sie sich damit auf die zwei Prozent zubewegt, weil die Quote 2014 nur bei 1,18 Prozent lag. 2024 soll die Quote nach einem Versprechen von Bundeskanzlerin Angela Merkel bei 1,5 Prozent liegen.

Vor dem Gipfel hatte US-Präsident Trump mit dem luxemburgischen Regierungschef für ein Foto posiert.
Vor dem Gipfel hatte US-Präsident Trump mit dem luxemburgischen Regierungschef für ein Foto posiert.
AFP



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