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Nancy Pelosi geht mit der Abgeordneten Ilhan Omar "zurück" nach Ghana
International 1 02.08.2019 Aus unserem online-Archiv

Nancy Pelosi geht mit der Abgeordneten Ilhan Omar "zurück" nach Ghana

Kongressabgeordnete Ilhan Omar (Zweite von links), Kongressabgeordnete Karen Bass (Dritte von links) und Nancy Pelosi (mitte), Vorsitzende des Repräsentantenhauses, bei ihrem Besuch in Ghana.

Nancy Pelosi geht mit der Abgeordneten Ilhan Omar "zurück" nach Ghana

Kongressabgeordnete Ilhan Omar (Zweite von links), Kongressabgeordnete Karen Bass (Dritte von links) und Nancy Pelosi (mitte), Vorsitzende des Repräsentantenhauses, bei ihrem Besuch in Ghana.
Foto: Kongressabgeordnete Karen Bass via Twitter
International 1 02.08.2019 Aus unserem online-Archiv

Nancy Pelosi geht mit der Abgeordneten Ilhan Omar "zurück" nach Ghana

Der Besuch kam nach Präsident Trumps rassistischen Verbalangriffen auf die schwarze US-Demokratin Ilhan Omar.

(dpa/SC) - Die junge Abgeordnete ist gemeinsam mit der Vorsitzenden des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi nach Ghana gereist. "Sie sagten "schick sie zurück", aber (...) sie (Pelosi) ist mit mir zurückgegangen", schrieb die Kongressabgeordnete Omar am Donnerstag auf Twitter und Instagram. Sie sei dankbar für die Ehre, zum Mutterkontinent Afrika zurückkehren zu dürfen. Omar ist in Somalia geboren und kam als Teenagerin in die USA, wo sie später eingebürgert wurde.

Mit ihren Posts verbreitete Omar Fotos, die sie mit Pelosi in Ghana zeigen. Mitglieder des US-Kongresses waren diese Woche in das afrikanische Land gereist, um dem 400. Jahrestag der Ankunft von Sklaven aus Afrika in Amerika zu gedenken.


Ilhan Omar, Ayanna Pressley, Rashida Tlaib und Alexandria Ocasio-Cortez wollen sich die Tweets von Donald Trump nicht gefallen lassen.
Junge US-Abgeordnete wehren sich gegen Angriffe Trumps
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Omar trotzte mit ihrer Nachricht rassistischen Rufen auf einer Wahlkampfveranstaltung Donald Trumps im Bundesstaat North Carolina Mitte Juli und dem US-Präsidenten selbst.

Trump hatte im Juli auf Twitter Omar und drei weitere junge weibliche Kongressabgeordnete der Demokraten mit Migrationshintergrund angegriffen und damit eine Rassismusdebatte ausgelöst. Als er Omars Namen auf der Veranstaltung erwähnte, hatten Zuhörer gerufen: "Schickt sie zurück".

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Die vier progressiven Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez, Ayanna Pressley, Rashida Tlaib und Ilhan Omar, konnten Trumps persönliche Angriffe jedoch zu ihrem Vorteil nutzen und haben sich seitdem als "der Squad" einen Namen gemacht.

Der Präsident hatte die Politikerinnen zuvor in einem Tweet dazu aufgefordert, in ihre vermeintlichen Heimatländer zurückzugehen, statt den USA, der "mächtigsten Nation der Welt", gute Ratschläge zu geben. Sie sollten in ihre "komplett kaputten" und "mit Kriminalität verseuchten" Länder "zurückkehren" und die Probleme dort lösen.

"Diese Orte brauchen dringend eure Hilfe, ihr könnt nicht früh genug zurückkehren. Ich bin sicher, dass Nancy Pelosi gerne und schnell bei den Reisevorkehrungen aushelfen würde!", spottete der Präsident auf Twitter.  

Pelosi reagierte mit Entsetzen auf Trumps Äußerungen und sprach ihre Kollegen im Repräsentantenhaus direkt an: "Jedes einzelne Mitglied dieser Institution, ob Republikaner oder Demokrat, sollte sich  an unserer Verurteilung der rassistischen Äußerungen des Präsidenten anschließen."

Auf Twitter ging sie sogar noch einen Schritt weiter und schrieb, der Plan des Präsidenten, "Amerika wieder großartig zu machen", sei immer auch darum gegangen, "Amerika wieder weiß zu machen".



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