Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Nächste Vorwahlrunde bei US-Demokraten: Biden versus Sanders
International 2 Min. 10.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Nächste Vorwahlrunde bei US-Demokraten: Biden versus Sanders

Nächste Vorwahlrunde bei US-Demokraten: Biden versus Sanders

Foto: AFP
International 2 Min. 10.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Nächste Vorwahlrunde bei US-Demokraten: Biden versus Sanders

Am „Super Tuesday“ überraschte Ex-US-Vizepräsident Biden mit einer Siegesserie. Nun steht der nächste große Tag der Vorwahlen bei den Demokraten an. Kann Bidens Konkurrent Sanders das Rennen wieder drehen?

(dpa) - Kann Joe Biden seinen Vorsprung ausbauen oder kann Bernie Sanders bei den Demokraten wieder die Führung übernehmen? Im US-Präsidentschaftsrennen steht am Dienstag der nächste große Vorwahl-Tag an. Abgestimmt wird in sechs Bundesstaaten: Idaho, Michigan, Mississippi, Missouri, North Dakota und Washington.

Demokraten und Republikaner stimmen darüber ab, wen sie für den besten Kandidaten ihrer Partei für die Präsidentschaftswahl im November halten. Bei den Demokraten liefern sich der frühere US-Vizepräsident Biden (77) und der linke Senator Sanders (78) einen Zweikampf um die Nominierung. Für sie geht es an diesem Tag um viel.


LOS ANGELES, CALIFORNIA - MARCH 03: Democratic presidential candidate former Vice President Joe Biden speaks at a Super Tuesday campaign event at Baldwin Hills Recreation Center on March 3, 2020 in Los Angeles, California. Biden is hoping his make-or-break victory in the South Carolina primary has influenced Super Tuesday voters to lean toward him.   Mario Tama/Getty Images/AFP
== FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY ==
Zurück im Spiel
Noch ist nicht klar, welcher Demokrat US-Präsident Donald Trump im November herausfordern wird. Und ob er überhaupt eine Chance hat.

Erste Wahllokale öffnen am Dienstagmittag europäischer Zeit. Die Wahlstationen sind nach deutscher Zeit bis in die Nacht zu Mittwoch geöffnet. Ergebnisse werden also erst dann erwartet.

Bei den Vorwahlen werden die Stimmen von Delegierten verteilt, die im Sommer zum Nominierungsparteitag der Demokraten reisen, um dort den Präsidentschaftskandidaten endgültig zu küren. 1991 von 3979 regulären Delegierten dort muss ein Bewerber auf seiner Seite haben, um sich die Nominierung zu sichern.

Bei den Abstimmungen in sechs Staaten geht es an diesem Dienstag um etwa neun Prozent aller regulären Parteitagsdelegierten. Angesichts der vergleichsweise vielen Stimmen, die an diesem Tag verteilt werden, wird der Vorwahltag auch „Mini Super Tuesday“ genannt.


Time to say goodbye: Die Bestätigung für Elizabeth Warrens Rückzug steht allerdings noch aus.
Berichte: Warren zieht sich aus US-Präsidentschaftsvorwahlen zurück
Die Vorwahlen der Demokraten wären damit endgültig ein Zweikampf zwischen dem linken Senator Bernie Sanders und dem Ex-Vizepräsidenten Joe Biden.

Die genauen Delegiertenzahlen pro Bewerber werden erst festgelegt, wenn die endgültigen Vorwahlergebnisse vorliegen. Das ist noch nicht überall der Fall. Insbesondere in Kalifornien, dem größten und für die Vorwahlen wichtigsten Staat, wo bereits am vergangenen Dienstag abgestimmt wurde, sind die Resultate wegen langer Briefwahlfristen noch nicht verkündet. Nach ersten Zahlen liegt Sanders dort in Führung, er hat sich selbst in dem Staat bereits zum Sieger erklärt.

Joe Biden als Favorit

Insgesamt gesehen führt laut vorläufigen Berechnungen zu allen bisherigen Vorwahlen allerdings Biden bei der Zahl der Delegierten. Nach einem zunächst schwachen Start in die Vorwahlserie hatte er am wichtigsten Abstimmungstag vor einer Woche, am „Super Tuesday“, einen großen Überraschungserfolg verbucht und in 10 von 14 Bundesstaaten Siege eingefahren. Nun muss sich zeigen, ob Biden seinen Vorsprung ausbauen oder ob Sanders das Rennen wieder drehen kann.


(FILES) In this file photo taken on March 3, 2020 Democratic presidential hopeful former New York mayor Mike Bloomberg leaves after speaking at a rally at Palm Beach County Convention Center in West Palm Beach, Florida, on Super Tuesday. - Michael Bloomberg crashed and burned in his presidential primary debut on Super Tuesday, failing to win any states in a dismal performance that left the former New York mayor facing questions about his future in the Democratic race. It was an ugly night for the billionaire US media tycoon who had entered the nomination contest last November with high hopes and deep pockets, investing a record $500 million from his personal fortune into advertising before his name even appeared on a single ballot. (Photo by Eva Marie UZCATEGUI / AFP)
Michael Bloomberg steigt aus
Der milliardenschwere Ex-Bürgermeister von New York zieht die Konsequenzen aus seinem desaströsen Wahlergebnis am "Super Tuesday".

Biden hatte in den vergangenen Tagen öffentliche Unterstützung von mehreren moderaten Demokraten bekommen, die aus dem Präsidentschaftsrennen ausgestiegen sind. Das hatte ihm neuen Schwung verliehen. Am Wochenende schlug sich auch die ehemalige demokratische Präsidentschaftsbewerberin Kamala Harris öffentlich auf Bidens Seite, am Montag dann der ebenfalls ausgestiegene Senator Cory Booker. Dies könnte Biden erneut einen kleinen Schub geben, insbesondere bei afroamerikanischen Wählern.

Allein in Michigan geht es bei der Abstimmung am Dienstag um 125 Delegiertenstimmen, in Bundesstaat Washington um 89, in Missouri um 68. Sanders konzentrierte seinen Wahlkampf in den vergangenen Tagen sehr auf den stimmengewichtigen Staat Michigan, in dem er bei den Vorwahlen 2016 gewonnen hatte. „Michigan ist sehr, sehr bedeutend“, sagte Sanders am Wochenende. Er betonte aber, er werde auf keinen Fall aus dem Rennen aussteigen, falls er dort verliere.


LOS ANGELES, CALIFORNIA - MARCH 03: Democratic presidential candidate former Vice President Joe Biden speaks at a Super Tuesday campaign event at Baldwin Hills Recreation Center on March 3, 2020 in Los Angeles, California. Biden is hoping his make-or-break victory in the South Carolina primary has influenced Super Tuesday voters to lean toward him.   Mario Tama/Getty Images/AFP
== FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY ==
Joe-Momentum am Super-Dienstag
Das Imperium schlägt zurück: Joe Biden eint die Zentristen und erlebt bei den Vorwahlen der Demokraten ein beispielloses Comeback. Plötzlich findet sich Bernie Sanders in der Defensive.

Auch die Republikaner halten an diesem Dienstag Vorwahlen ab. Ihr Präsidentschaftskandidat steht aber quasi schon fest: Amtsinhaber Donald Trump hat parteiintern keine ernstzunehmende Konkurrenz und kann erneut mit überwältigenden Resultaten rechnen.

Unklar ist, ob und wie sich die Krise um das neuartige Coronavirus auf die Wahlbeteiligung auswirken könnte. Im Staat Washington, der bislang in den USA am stärksten davon betroffen ist, wird überwiegend per Briefwahl abgestimmt.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Noch ist nicht klar, welcher Demokrat US-Präsident Donald Trump im November herausfordern wird. Und ob er überhaupt eine Chance hat.
LOS ANGELES, CALIFORNIA - MARCH 03: Democratic presidential candidate former Vice President Joe Biden speaks at a Super Tuesday campaign event at Baldwin Hills Recreation Center on March 3, 2020 in Los Angeles, California. Biden is hoping his make-or-break victory in the South Carolina primary has influenced Super Tuesday voters to lean toward him.   Mario Tama/Getty Images/AFP
== FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY ==
Das Imperium schlägt zurück: Joe Biden eint die Zentristen und erlebt bei den Vorwahlen der Demokraten ein beispielloses Comeback. Plötzlich findet sich Bernie Sanders in der Defensive.
LOS ANGELES, CALIFORNIA - MARCH 03: Democratic presidential candidate former Vice President Joe Biden speaks at a Super Tuesday campaign event at Baldwin Hills Recreation Center on March 3, 2020 in Los Angeles, California. Biden is hoping his make-or-break victory in the South Carolina primary has influenced Super Tuesday voters to lean toward him.   Mario Tama/Getty Images/AFP
== FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY ==
Der milliardenschwere Ex-Bürgermeister von New York zieht die Konsequenzen aus seinem desaströsen Wahlergebnis am "Super Tuesday".
(FILES) In this file photo taken on March 3, 2020 Democratic presidential hopeful former New York mayor Mike Bloomberg leaves after speaking at a rally at Palm Beach County Convention Center in West Palm Beach, Florida, on Super Tuesday. - Michael Bloomberg crashed and burned in his presidential primary debut on Super Tuesday, failing to win any states in a dismal performance that left the former New York mayor facing questions about his future in the Democratic race. It was an ugly night for the billionaire US media tycoon who had entered the nomination contest last November with high hopes and deep pockets, investing a record $500 million from his personal fortune into advertising before his name even appeared on a single ballot. (Photo by Eva Marie UZCATEGUI / AFP)
Es ist eine überraschende Aufholjagd, die Joe Biden im Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur am „Super Tuesday“ hinlegt. Doch noch liegen nicht alle Ergebnisse vor.
LOS ANGELES, CALIFORNIA - MARCH 03: Democratic presidential candidate former Vice President Joe Biden speaks at a Super Tuesday campaign event at Baldwin Hills Recreation Center on March 3, 2020 in Los Angeles, California. After his make-or-break victory in South Carolina, Biden has continued to do well in the Super Tuesday primaries.   Mario Tama/Getty Images/AFP
== FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY ==