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Nach Waffenruhe: Poroschenko verlegt mehr Truppen in die Ostukraine
International 20.12.2017 Aus unserem online-Archiv

Nach Waffenruhe: Poroschenko verlegt mehr Truppen in die Ostukraine

Ukrainian servicemen drink a tea to warm up in the town of Avdiivka on February 1, 2017 as government forces and Russian-backed separatists exchanged mortar and rocket fire for a fourth day around the flashpoint eastern town of Avdiivka just north of the rebels' de facto capital Donetsk.
The death toll from the latest escalation in fighting in Ukraine rose to 19 on February 1 as international alarm rang out over the spike in bloodshed in the European Union's back yard.
 / AFP PHOTO / Aleksey FILIPPOV

Nach Waffenruhe: Poroschenko verlegt mehr Truppen in die Ostukraine

Ukrainian servicemen drink a tea to warm up in the town of Avdiivka on February 1, 2017 as government forces and Russian-backed separatists exchanged mortar and rocket fire for a fourth day around the flashpoint eastern town of Avdiivka just north of the rebels' de facto capital Donetsk. The death toll from the latest escalation in fighting in Ukraine rose to 19 on February 1 as international alarm rang out over the spike in bloodshed in the European Union's back yard. / AFP PHOTO / Aleksey FILIPPOV
Foto: AFP/LW-Archiv
International 20.12.2017 Aus unserem online-Archiv

Nach Waffenruhe: Poroschenko verlegt mehr Truppen in die Ostukraine

Michel THIEL
Michel THIEL
In der Ostukraine ist für die Feiertage erneut eine Waffenruhe vereinbart worden. Doch weil die Kämpfe vorher intensiver geworden sind, setzt der ukrainische Präsident Poroschenko mehr Soldaten in Marsch.

(dpa) - Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat eine Verstärkung der Truppen im Osten des Landes angeordnet. „Wir sind auf jedes Szenario vorbereitet“, sagte er am Mittwoch in Kiew. In den vergangenen Tagen hatten die von Russland unterstützten Separatisten Stellungen der Regierungstruppen mit verbotenen Grad-Raketenwerfern beschossen. Dabei waren am Dienstag acht Zivilisten verletzt und zahlreiche Wohngebäude beschädigt worden.

Nach dem Rückzug russischer Militärs aus einem Zentrum zur Konfliktüberwachung schlug Poroschenko vor, stattdessen Deutsche und Franzosen hinzuzuziehen. „Es wird mehr Vertrauen geben, und mehr Transparenz ebenso, und die Effektivität wird höher“, sagte er.

Als kleines Zeichen der Deeskalation vereinbarten beide Seiten aber vor den Weihnachts- und Silvesterfeiertagen erneut eine unbefristete Waffenruhe. Sie soll am Samstag (23. Dezember) um 0.00 Uhr Kiewer Zeit (Freitag, 23.00 Uhr MEZ) beginnen. Das teilte die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) nach Gesprächen in Minsk (Weißrussland) mit. Vertreter der Kiewer Regierung und der Aufständischen in Luhansk und Donezk bestätigten die Übereinkunft.

Seit Beginn des Krieges im Frühjahr 2014 sind aber mehr als ein Dutzend Feuerpausen vereinbart und gebrochen worden. UN-Angaben zufolge sind mehr als 10 000 Menschen getötet worden. Ein 2015 vereinbarter Friedensplan wurde bisher nur in Ansätzen umgesetzt. Für den Jahreswechsel wird ein größerer Gefangenenaustausch erwartet.


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