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Nach Trump-Entscheidung: Anerkennung Jerusalems besorgt die Welt
Außenminister Jean Asselborn ist nach der Entscheidung von Donald Trump besorgt.

Nach Trump-Entscheidung: Anerkennung Jerusalems besorgt die Welt

Foto: LW-Archiv/Guy Jallay
Außenminister Jean Asselborn ist nach der Entscheidung von Donald Trump besorgt.
International 07.12.2017

Nach Trump-Entscheidung: Anerkennung Jerusalems besorgt die Welt

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Russland hat mit großer Besorgnis auf die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA reagiert. Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn schließt sich einem internationalen Aufruf an.

(dpa/TJ) - Russland hat mit großer Besorgnis auf die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA reagiert. „Die neue Position der USA zu Jerusalem erhöht das Risiko, das palästinensisch-israelische Verhältnis zusätzlich zu verschärfen“, warnte das Außenministerium in Moskau am Donnerstag. Die Entscheidung von Präsident Donald Trump führe zu einer Spaltung der internationalen Gemeinschaft, kritisierte auch Kremlsprecher Dmitri Peskow. Russland sei nicht einverstanden mit Trumps Beschluss.

Der US-Präsident hatte am Mittwoch in einem historischen Alleingang Jerusalem als israelische Hauptstadt anerkannt. Die Palästinenser reagierten empört, Israel dagegen euphorisch. In der Folge kam es zu Ausschreitungen.

Luxemburger Diplomatiechef meldet sich zu Wort

Auch der luxemburger Außenminister Jean Asselborn hat sich in dieser Sache zu Wort gemeldet: Die Entscheidung sei einerseits nicht konform zu den Resolutionen, die die Vereinten Nationen über Jerusalem verabschiedet haben. Der Minister bedauert andererseits die Entscheidung aus Washington, weil das Statut von Jerusalem nicht nur sehr komplex ist, sondern auch sehr stark emotional belastet ist.

Das Statut von Jerusalem könne nur im Rahmen von Friedensverhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern verhandelt werden, so Asselborn weiter, der sich dem Aufruf der internationalen Staatengemeinschaft an die Entscheidungsträger im Nahen Osten, Ruhe zu bewahren, um eine Eskalation der Gewalt zu verhindern, anschließt.


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