Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Nach SPD-Schlappe: Schulz: „Bitterer Tag für die deutsche Sozialdemokratie“
Martin Schulz will trotz der historischen Wahlniederlage SPD-Parteivorsitzender bleiben.

Nach SPD-Schlappe: Schulz: „Bitterer Tag für die deutsche Sozialdemokratie“

AFP
Martin Schulz will trotz der historischen Wahlniederlage SPD-Parteivorsitzender bleiben.
International 24.09.2017

Nach SPD-Schlappe: Schulz: „Bitterer Tag für die deutsche Sozialdemokratie“

Der Wahlsonntag wird zum Debakel für die deutschen Sozialdemokraten. Kanzlerkandidat Schulz will trotzdem Parteichef bleiben. Besorgt ist er vor allem über das starke Abschneiden der Rechtspopulisten.

(dpa) - SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat die Wahlniederlage seiner Partei bei der deutschen Bundestagswahl eingeräumt. „Heute ist ein schwerer und ein bitterer Tag für die deutsche Sozialdemokratie“, sagte Schulz am Sonntagabend in Berlin. Die SPD habe ihr Wahlziel verfehlt.

Er wollte aber trotz der historischen Wahlniederlage Parteivorsitzender bleiben und die Sozialdemokraten in die Opposition führen.

Die Parole der SPD „für mehr Gerechtigkeit“ verfing nur bei etwa 20 Prozent der Wähler - das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte. Statt ins Kanzleramt einzuziehen, wollen die Sozialdemokraten nun in die Opposition gehen. Schulz ist der vierte SPD-Mann, der seit 2005 gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) das Nachsehen hatte.

„Wir sind das Bollwerk der Demokratie"

Schulz bezeichnete das starke Abschneiden der rechtspopulistischen AfD bei der Bundestagswahl als bedrückend. Mit ihr werde erstmals eine rechtsextreme Partei in Fraktionsstärke in den Bundestag einziehen. „Das ist eine Zäsur, und kein Demokrat kann darüber einfach hinweggehen“, sagte Schulz am Sonntagabend.

Zentrale Aufgabe der SPD bleibe es, den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft zu organisieren. Man werde den Kampf für Demokratie, Toleranz und Respekt weiterführen. „Wir sind das Bollwerk der Demokratie in diesem Land.“


Lesen Sie mehr zu diesem Thema