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Nach Schüssen auf Polizisten Waffenarsenal sichergestellt
International 1 2 Min. 01.02.2022 Aus unserem online-Archiv
Saarland

Nach Schüssen auf Polizisten Waffenarsenal sichergestellt

Polizisten bringen einen der Tatverdächtigen (im weißen Overall) nach dem Haftprüfungstermin am Landgericht Kaiserslautern aus dem Justizgebäude.
Saarland

Nach Schüssen auf Polizisten Waffenarsenal sichergestellt

Polizisten bringen einen der Tatverdächtigen (im weißen Overall) nach dem Haftprüfungstermin am Landgericht Kaiserslautern aus dem Justizgebäude.
Foto: Harald Tittel/dpa
International 1 2 Min. 01.02.2022 Aus unserem online-Archiv
Saarland

Nach Schüssen auf Polizisten Waffenarsenal sichergestellt

Der Tatverdächtige war wegen Wilderei beim Jagdverband bekannt. An seinem Wohnsitz fand die Polizei zahlreiche Schusswaffen.

(dpa) - Nach den tödlichen Schüssen auf zwei junge Polizisten aus dem Saarland haben die Ermittler bei den Tatverdächtigen ein großes Waffenarsenal sichergestellt. Wie am Dienstag aus Sicherheitskreisen verlautete, fand die Polizei bei einer Hausdurchsuchung im saarländischen Spiesen-Elversberg fünf Kurzwaffen, ein Repetiergewehr, zehn weitere Langwaffen, eine Armbrust sowie einen Schalldämpfer und Munition. Die Ermittler gehen den Angaben zufolge davon aus, dass der festgenommene 38-jährige Tatverdächtige Zugang zu den Waffen hatte.

Im Haus des zweiten Tatverdächtigen seien zwei Langwaffen entdeckt worden, hieß es. Der 32-Jährige habe seine Bereitschaft erklärt, auszusagen.

Am frühen Montagmorgen waren eine 24 Jahre alte Polizeianwärterin und ein 29 Jahre alter Oberkommissar bei einer Verkehrskontrolle an einer Kreisstraße in der Pfalz in der Nähe der Kreisstadt Kusel erschossen worden. Ein Obduktionsbericht, aus dem die Saarbrücker Zeitung am Dienstag zitiert, spricht von Kopfschüssen.


31.01.2022, Rheinland-Pfalz, Mayweilerhof: Ein Polizeiwagen steht an einer Absperrung an der Kreisstraße 22 rund einen Kilometer von dem Tatort entfernt, an dem zwei Polizeibeamte durch Schüsse getötet wurden. Foto: Sebastian Gollnow/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Zwei mutmaßliche Polizisten-Mörder festgenommen
Bei einer Verkehrskontrolle bei Kusel (D) fallen plötzlich Schüsse. Zwei Polizisten sterben; die mutmaßlichen Täter sind nun in Gewahrsam.

Die Beamten hatten nach Angaben aus Sicherheitskreisen zuvor per Funk gemeldet, in einem Fahrzeug sei totes Wild gefunden worden. Später meldeten sie „Die schießen“. Der Polizist soll am Tatort noch mehrere Schüsse abgegeben haben – ob es Warnschüsse waren oder der Beamte einen Tatverdächtigen verletzte, war noch unklar. Die Waffe seiner Kollegin kam offensichtlich nicht zum Einsatz. Die beiden Tatverdächtigen wurden am Montagabend widerstandslos vor einem Haus im saarländischen Sulzbach festgenommen.  

Verdächtige in Untersuchungshaft

Die beiden Verdächtigen befinden sich in Untersuchungshaft. Ein Richter am Amtsgericht Kaiserslautern habe einen Haftbefehl wegen gemeinschaftlicher Tötung erlassen, teilten die Ermittler am Dienstag mit.  

Auffällig wegen Wilderei

Der Deutsche Jagdverband erklärte, der 38-Jährige, der im Saarland eine Bäckerei und einen Wildhandel betrieben hatte, sei nicht im Besitz eines gültigen Jagdscheins gewesen. Nach derzeitigem Kenntnisstand habe die zuständige Behörde im Saarland seinen Antrag, erneut einen Jagdschein zu lösen, wegen fehlender Zuverlässigkeit abgelehnt. Es habe nach Kenntnisstand des Verbandes zudem bereits Ermittlungen wegen Wilderei gegeben. 

Der Verband zeigte sich entsetzt über den „kaltblütigen Polizistenmord“ und forderte die Behörden auf, rasch zu klären, woher die Tatwaffen stammen und wie sie in den Besitz des Tatverdächtigen gelangen konnten.

Ab 14 Uhr informiert die Polizei in einer Pressekonferenz:

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