Wählen Sie Ihre Nachrichten​

John Kerry plant Türkei-Besuch
International 04.08.2016 Aus unserem online-Archiv
Nach Putschversuch

John Kerry plant Türkei-Besuch

Der US-Außenminister John Kerry ist der erste westliche Spitzenpolitiker der nach dem Putschversuch einen Besuch in der Türkei plant.
Nach Putschversuch

John Kerry plant Türkei-Besuch

Der US-Außenminister John Kerry ist der erste westliche Spitzenpolitiker der nach dem Putschversuch einen Besuch in der Türkei plant.
Foto: AFP
International 04.08.2016 Aus unserem online-Archiv
Nach Putschversuch

John Kerry plant Türkei-Besuch

Als erster westlicher Spitzenpolitiker seit dem Putschversuch plant der US-Außenminister einen Besuch in der Türkei. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan übte erneut scharfe Kritik an westlichen Staaten.

(dpa) - Als erster westlicher Spitzenpolitiker seit dem Putschversuch plant US-Außenminister John Kerry einem Medienbericht zufolge einen Besuch in der Türkei. Kerry werde gegen Ende des Monats erwartet, berichtete der Sender CNN Türk am Donnerstag.

Aus Regierungskreisen in Ankara wurde das zunächst nicht bestätigt. Ministerpräsident Binali Yildirim hatte vor wenigen Tagen gesagt, ein hochrangiger US-Vertreter plane, in die Türkei zu kommen.

Die türkische Regierung beklagt, dass seit der Niederschlagung des Putsches kein westlicher Außenminister in die Türkei gereist ist, um seine Unterstützung zu demonstrieren.

Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte dem Westen am Mittwoch vorgeworfen, sich „auf die Seite der Putschisten gestellt“ zu haben. Besonders aus der EU wächst die Kritik an den harten Maßnahmen der Regierung seit dem Putschversuch, in dessen Folge Erdogan den Ausnahmezustand verhängt hat.

Die türkische Führung macht den im US-Exil lebenden Prediger Fethullah Gülen für den Putschversuch vom 15. Juli verantwortlich und fordert von den USA seine Auslieferung.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Nach dem Putschversuch vom 15. Juli 2016 hatte Recep Tayyip Erdogan den Ausnahmezustand in der Türkei verhängt. Das Parlament hatte die Maßnahme seitdem immer wieder verlängert. Das steht jetzt erneut an.
Recep Tayyip Erdogan kann während des Ausnahmezustands per Dekret quasi alleine regieren.
Die Beitrittsverhandlungen der EU mit der Türkei sollen nicht weitergeführt werden, wenn es nach Österreichs Bundeskanzler Christian Kern ginge. Dennoch sei die Türkei "ein wichtiger Partner."
Christian Kern: Die Beitrittsverhandlungen sind "nur noch diplomatische Fiktion"
Zwischen der EU und der Türkei wachsen die Spannungen. Präsident Erdogan wirft dem Westen Solidarität mit den Putschisten vor. Menschenrechtler sind irritiert über einen Minister, der die Putschisten „wie Kanalratten krepieren“ lassen möchte.
Turkish President Recep Tayyip Erdogan delivers a speech during an economic meeting with international investors at the Presidential Complex in Ankara on August 02, 2016.
President Recep Tayyip Erdogan on August 2, 2016, launched his most bitter attack yet on Turkey's Western allies over the July 15 attempted putsch, accusing them of supporting both "terror" and the coup plotters who tried to unseat him. Turkey meanwhile issued arrest warrants for about 100 staff, including doctors, at Ankara's main military hospital, in a new phase of the crackdown after the failed coup that has seen some 18,000 detained and caused international consternation.
 / AFP PHOTO / TURKEY'S PRESIDENTIAL PRESS SERVICE / KAYHAN OZER
Der versuchte Staatsstreich in der Türkei hat das Land erschüttert. Aber auch die Europäische Union und die Nato-Partner schauen besorgt Richtung Ankara. Wie geht man künftig mit dem nun noch mächtigeren Präsidenten Erdogan um?
Turkish President Recep Tayyip Erdogan attends the funeral of a victim of the coup attempt in Istanbul on July 17, 2016.
Turkish President Recep Tayyip Erdogan vowed on July 17 to purge the "virus" within state bodies, during a speech at the funeral of victims killed during the coup bid he blames on his enemy Fethullah Gulen. / AFP PHOTO / ARIS MESSINIS
Nach dem Putschversuch in der Türkei
Während die Bevölkerung in der Türkei das Scheitern der Putschisten feiert, geht der Staatsapparat rigide gegen Soldaten und Richter vor. Präsident Erdogan spricht nach dem Umsturzversuch auch die Todesstrafe an.
Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan während einer Beerdigung eines der Opfer des gescheiterten Staatsstreichs.