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Nach neuen US-Strafzöllen: Türkei kündigt Vergeltung an
Die Türkei kämpft gerade mit einer massiven Währungskrise.

Nach neuen US-Strafzöllen: Türkei kündigt Vergeltung an

AFP
Die Türkei kämpft gerade mit einer massiven Währungskrise.
International 10.08.2018

Nach neuen US-Strafzöllen: Türkei kündigt Vergeltung an

Die Türkei hat nach neuen Strafzöllen der USA gegen die Türkei, inmitten einer massiven Krise der Landeswährung Lira, Vergeltung angekündigt.

(dpa) - Die Türkei hat nach neuen Strafzöllen der USA gegen die Türkei, inmitten einer massiven Krise der Landeswährung Lira, Vergeltung angekündigt. In einer Stellungnahme aus dem Außenministerium betonte Sprecher Hami Aksoy am späten Freitagabend, die USA sollten wissen, dass sie Kooperation nicht mit Sanktionen und Unterdrückung erreichen könnten. Sie schadeten der Beziehung zwischen der Türkei und den USA. Es werde auf alle Schritte gegen die Türkei eine Antwort geben, hieß es in dem Schreiben weiter.


(FILES) In this file photo taken on July 15, 2018 Turkish President Tayyip Erdogan delivers a speech during a ceremony marking the second anniversary of the attempted coup at the Presidential Palace in Ankara, Turkey. - Turkish President Recep Tayyip Erdogan on August 10, 2018 pledged that Turkey would prevail in an "economic war" after the lira crashed to historic lows over Ankara's strains with Washington. (Photo by ADEM ALTAN / AFP)
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US-Präsident Donald Trump hatte früher am Tag auf Twitter geschrieben: „Ich habe gerade eine Verdoppelung der Zölle auf Stahl und Aluminium hinsichtlich der Türkei bewilligt.“ Die Beziehungen zur Türkei seien „nicht gut“. Trump verwies ausdrücklich darauf, dass die Lira „schnell gegenüber unserem sehr starken Dollar abrutscht!“

Die USA fordern die Freilassung des in der Türkei festgehaltenen US-Pastors Andrew Brunson und weiterer amerikanischer Staatsbürger. Die Affäre hatte zum Absturz der Lira stark beigetragen.

Am Freitag war die Lira nach einer bereits seit Monaten andauernden Talfahrt auf ein neues Rekordtief abgesackt. Der Devisenmarkt reagierte unter anderem auf ein Maßnahmenpaket zur Rettung der angeschlagenen türkischen Wirtschaft. Analysten kritisierten, dass es zu vage sei.


Alleinherrscher Erdogan
Der Alleinherrscher Erdogan verschärft nicht nur die gesellschaftliche Polarisierung in der Türkei. Er vertieft auch die Gräben zur Europäischen Union.

Zwei kämpferische Reden des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ließen die Kurse weiter fallen. Er machte den Westen für den Verfall der Lira verantwortlich und rief die Türken dazu auf, Dollar und Euro in Lira umzutauschen. Solidarität werde die wichtigste Reaktion auf den Westen sein. Die Krise sei „künstlich“. Die Türkei werde den „Wirtschaftskrieg“ gewinnen. Kaum verhohlen auf die USA bezogen, sagte er, dass Versuche, die Türkei zu schikanieren, scheitern würden.


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