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Nach Londoner Hochhausbrand: Wut auf die Regierung
International 1 16.06.2017

Nach Londoner Hochhausbrand: Wut auf die Regierung

Die Proteste arteten teilweise in Straßenschlägereien aus.

Nach Londoner Hochhausbrand: Wut auf die Regierung

Die Proteste arteten teilweise in Straßenschlägereien aus.
REUTERS
International 1 16.06.2017

Nach Londoner Hochhausbrand: Wut auf die Regierung

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Mehrere Gruppen von Demonstranten in der britischen Hauptstadt versammelten sich am Freitagabend in Kensington in der Nähe des Grenfell Tower sowie im Regierungsbezirk Westminster.

(dpa) - Demonstrationen für die Opfer des Londoner Hochhausbrands haben sich zu Protesten gegen die britische Regierung ausgeweitet. Mehrere Gruppen von Demonstranten in der britischen Hauptstadt versammelten sich am Freitagabend in Kensington in der Nähe des Grenfell Tower sowie im Regierungsbezirk Westminster.

 Der Turm brannte in der Nacht auf Mittwoch völlig aus.
Der Turm brannte in der Nacht auf Mittwoch völlig aus.
AFP

Zuvor waren wütende Demonstranten in das Bezirksrathaus in Kensington eingedrungen. Sie wurden von Polizei und Rettungskräften zurückgehalten. Später verlagerten sie ihre Proteste an den Brandort.

Auf Bannern und Plakaten stand „Gerechtigkeit für Grenfell! Wir fordern die Wahrheit“. Auch Slogans wie „Werft die Tories raus!“ und „Trotzt der Tory-Herrschaft“ waren zu lesen.

Am frühen Abend skandierten Hunderte Menschen „May muss gehen!“, als sie Richtung Downing Street zogen, wo Premierministerin Theresa May ihr Büro hat. Zuvor war May als „Feigling“ beschimpft worden, als sie aus einer Londoner Kirche in der Nähe des Brandorts kam. Dort hatte sie den Opfern Hilfe in Millionenhöhe versprochen.

Weitere Solidaritätskundgebungen für die Opfer fanden auch in anderen britischen Städten statt - so etwa im schottischen Edinburgh, im nordirischen Londonderry, in Liverpool, Oxford, Bristol und Portsmouth.

Bei der Brandkatastrophe am Grenfell Tower im Londoner Stadtteil Kensington waren in der Nacht zum Mittwoch mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Dutzende werden noch vermisst. Viele geben der Regierung eine Mitschuld an dem Unglück.

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