Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Nach Hurrikan "Dorian": Möglicher Tropensturm steuert auf Bahamas zu
International 6 1 2 Min. 13.09.2019

Nach Hurrikan "Dorian": Möglicher Tropensturm steuert auf Bahamas zu

Am Donnerstag brauten sich wieder erste Gewitterwolken über den Bahamas zusammen. Am Samstag könnten sie "möglicherweise als Tropensturm" auf die Insel Grand Bahama treffen.

Nach Hurrikan "Dorian": Möglicher Tropensturm steuert auf Bahamas zu

Am Donnerstag brauten sich wieder erste Gewitterwolken über den Bahamas zusammen. Am Samstag könnten sie "möglicherweise als Tropensturm" auf die Insel Grand Bahama treffen.
Foto: AFP
International 6 1 2 Min. 13.09.2019

Nach Hurrikan "Dorian": Möglicher Tropensturm steuert auf Bahamas zu

Die Bahamas kommen nicht zur Ruhe. Rund 1300 Menschen werden nach dem verheerenden Hurrikan "Dorian" noch vermisst - und wieder bedroht ein Sturm den Karibikstaat.

(dpa) - Inmitten der Aufräumarbeiten nach dem verheerenden Hurrikan "Dorian" steuert der nächste Sturm auf die Bahamas zu. Wie der US-Wetterdienst mitteilte, befand sich der Sturm am frühen Freitagmorgen (Ortszeit) vor der östlichen Insel Cat Island.


VERO BEACH, FL - SEPTEMBER 02: People stand at the water's edge of the Atlantic Ocean as winds from Hurricane Dorian pick up on September 2, 2019 in Vero Beach, Florida. The Category 5 storm has come to a standstill, parking itself over Grand Bahama Island and unleashing blinding rain, powerful winds and a destructive storm surge but largely sparing the Florida coast for the time being, according to published reports.   Mark Wilson/Getty Images/AFP
== FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY ==
"Noch nie dagewesen": Hurrikan trifft Bahamas mit voller Wucht
Nirgendwo auf der Erde reichte ein Sturm in diesem Jahr an die Stärke von Hurrikan "Dorian" heran. Der Kategorie-5-Sturm hinterlässt eine Spur der Verwüstung.

Im Laufe des Tages werde er in Richtung Nordwesten weiterziehen und am Samstag "möglicherweise als Tropensturm" auf die Insel Grand Bahama treffen.

Behält der Wetterdienst mit seiner Warnung recht und der Sturm legt an Stärke zu, erhalte er den Namen "Humberto", schrieb der US-Sender CNN. Den Angaben zufolge ist am Samstag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 75 Stundenkilometern und heftigen Regenfällen zu rechnen. Hurrikan "Dorian" hatte Anfang September enorme Zerstörungen auf den Bahamas hinterlassen.

360 Videos werden hier nicht unterstützt. Wechseln Sie in die Youtube App, um das Video anzusehen.

Nach Schätzung des Roten Kreuzes wurden etwa 13.000 Wohnhäuser schwer beschädigt oder zerstört. Derzeit werden noch rund 1300 Menschen vermisst. Es ist offiziellen Angaben zufolge damit zu rechnen, dass die Zahl der bislang 50 bestätigten Toten deutlich steigen wird.

Am Mittwoch traf das Docklandungsschiff "Johan de Witt" - ein Hubschrauberträger - auf den Bahamas ein. Deutsche und niederländische Marinesoldaten begannen mit ihrem Hilfseinsatz. UN-Generalsekretär António Guterres kündigte an, die Inselgruppe am Freitag zu besuchen. Er wolle damit die internationale Gemeinschaft für die Situation vor Ort sensibilisieren, sagte er am Donnerstag in New York.

Den ungewöhnlich starken Hurrikan sieht Guterres als Auswirkung der Klimakrise: "Der Klimawandel rennt schneller als wir, und wir müssen einen viel ehrgeizigeren Ansatz verfolgen, um den Klimawandel zu bekämpfen."

Weltweit hatten extreme Wetterereignisse in diesem Jahr bereits verheerende Folgen. Bereits im ersten Halbjahr 2019 machten Überschwemmungen, Zyklone und andere Wetterkatastrophen rund sieben Millionen Menschen zu Binnenflüchtlingen, teilte die in Genf ansässige Beobachtungsstelle für intern Vertriebene (IDMC) mit.

 Zu den schlimmsten gehörten demnach bis Juni Zyklon "Fani" in Indien und Bangladesch sowie Zyklon "Idai", der vor allem in Mosambik, aber auch Malawi, Simbabwe und Madagaskar wütete. Bis zum Jahresende könnte sich die Zahl der durch Wetterereignisse Vertriebenen auf 22 Millionen mehr als verdreifachen, schreibt die Beobachtungsstelle. Die zweite Jahreshälfte sei anfälliger für Wetterrisiken. 2019 könne somit eines der verheerendsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen werden.

Auch in Luxemburg spielte das Wetter im Jahr 2019 verrückt - neben einem außergewöhnlich heißen Sommer, der Temperaturrekorde brach, wurden die Gemeinden Petingen und Käerjeng Opfer eines ausgewachsenen Tornados.  


Lesen Sie mehr zu diesem Thema