Nach Haft in Nordkorea

Otto Warmbier verstorben

Otto Warmbier hatte während seiner Haft in Nordkorea unter ungeklärten Umständen schwerste Hirnschäden erlitten.
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(dpa) - Der kürzlich aus nordkoreanischer Haft freigekommene Student Otto Warmbier ist tot. Das gab seine Familie in Cincinnati/Ohio am Montag in einem Statement bekannt, das mehreren US-Medien vorliegt.

 "Leider war angesichts der schrecklichen Misshandlungen in den Händen der Nordkoreaner für unseren Sohn kein anderes Ergebnis möglich als dieses traurige, das wir heute erlebt haben", teilte die Familie um 14.30 Uhr Ortszeit am Medizinischen Institut der Universität von Cincinnati mit.  

Der 22-Jährige hatte nach Darstellung von Ärzten während seiner Zeit in Nordkorea schwere Schädigungen am Gehirn erlitten und war im Wachkoma liegend in die USA zurückgebracht worden. Er konnte zwar die Augen öffnen und blinzeln, es gab aber keine Anzeichen, dass er auf Sprache oder Aufforderungen reagieren konnte.  

Warmbier war im Januar 2016 in Nordkorea festgenommen und im März zu 15 Jahren Straflager verurteilt worden. Das kommunistische Regime in Pjöngjang warf ihm Straftaten gegen den nordkoreanischen Staat vor. Konkret soll er in einem Hotel ein Plakat von der Wand genommen haben, um es zu stehlen.  

Nordkoreas höchstes Gericht hatte den damals 21-jährigen US-Studenten Otto Warmbier 2016 zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt.
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Er verbrachte 17 Monate in Nordkorea, ehe er am Dienstag vergangener Woche in die USA zurückgebracht wurde. Vorausgegangen waren intensive diplomatische Bemühungen von US-Außenminister Rex Tillerson und dem schwedischen Außenministerium, das die Interessen der USA in Nordkorea vertritt.

Die Eltern erfuhren eine Woche vor der Rückkehr, dass ihr Sohn seit fast 15 Monaten im Koma liegt. Die Begründung der nordkoreanischen Seite, er sei an Botulismus erkrankt und nach Einnahme einer Schlaftablette nicht mehr aufgewacht, halten sie für nicht glaubwürdig. Die Ärzte wollten nicht über die Hintergründe der Verletzungen spekulieren.