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Nach Erdbeben in Neuseeland: Tsunami erreicht Inselstaat
Der Zivilschutz warnt vor einem Tsunami.

Nach Erdbeben in Neuseeland: Tsunami erreicht Inselstaat

Foto: AFP
Der Zivilschutz warnt vor einem Tsunami.
International 2 Min. 13.11.2016

Nach Erdbeben in Neuseeland: Tsunami erreicht Inselstaat

Steve BISSEN
Steve BISSEN
Nach dem schweren Erdbeben hat der Zivilschutz die Küstenbewohner alarmiert, sich ins Landesinnere zurückzuziehen.

(dpa) - Nach dem schweren Erdbeben in Neuseeland rollt ein Tsunami auf die Inseln zu. Die erste Welle habe die Nordostküste der Südinsel erreicht, teilte der Zivilschutz am Sonntag (MEZ) mit. Sie könne auch weitere Küstenbereiche der Nord- und Südinsel sowie die die knapp 900 Kilometer östlich im Pazifik gelegenen Chatham Islands in Kürze treffen. Über Stunden könnten weitere Wellen auflaufen, die erste Welle müsse nicht die größte sein. „Begeben Sie sich sofort ins Inland oder zu höheren Punkten“, warnte der Zivilschutz die Küstenbewohner.

Bei dem schweren Erdbeben sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Das sagte Premierminister John Key am Montag (Ortszeit), ohne Einzelheiten zu nennen.

Das Beben, das sich in der Nacht zum Montag (Ortszeit, rund 12.00 MEZ am Sonntag) ereignete, hatte laut Deutschem Geoforschungszentrum in Potsdam eine Stärke von 7,9. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke mit 7,8 an, in Neuseeland war von 7,5 die Rede. Tsunami-Warnung bestand für die gesamte Ostküste der Nord- und Südinsel sowie für die zu Neuseeland gehörenden Chatham Islands.

Vergangene Erdbeben in Neuseeland

Neuseeland wird immer wieder von schweren Erdbeben erschüttert. Eine Übersicht der Beben vergangener Jahre:

22. Februar 2011: 185 Menschen sterben bei einem Beben der Stärke 6,3. Tausende werden verletzt. Das Epizentrum liegt nur zehn Kilometer vom Stadtzentrum von Christchurch entfernt.

4. September 2010: Die Erde bebt mit einer Stärke von 7,1. Das Zentrum liegt 30 Kilometer nordwestlich der Stadt Christchurch. Das Beben ereignet sich 16 Kilometern Tiefe. Zwei Menschen werden schwer verletzt.

15. Juli 2009: Das schwerste Erdbeben nach Jahrzehnten erschreckt Zehntausende Einwohner in Neuseeland. Mit einer Stärke von 7,8 ist es noch mehr als 1400 Kilometer vom Epizentrum entfernt zu spüren. Es liegt vor der Südwestküste des Landes. Tote gibt es nicht.

20. Dezember 2007: Die Erde bebt mit einer Stärke von 6,6. Besonders betroffen ist die Stadt Gisborne auf der Nordinsel. Eine ältere Frau stirbt an einem Herzinfarkt. Es entstehen Schäden in Millionenhöhe.

Das schwere Erdbeben von Christchurch 2011

Die zweitgrößte Stadt Neuseelands, Christchurch, wird immer wieder von Erdbeben erschüttert. Eines der verheerendsten ist knapp sechs Jahre her - wichtige Fakten dazu:

- Das Beben am 22. Februar 2011 um 12.51 Uhr Ortszeit hat eine Stärke von 6,3

- 185 Menschen sterben

- Tausende Menschen werden verletzt

- Das Zentrum liegt nur zehn Kilometer vom Stadtzentrum von Christchurch entfernt. Die größte Stadt der Südinsel hat mehr als 350 000 Einwohner

- Hunderte Gebäude im Stadtzentrum von Christchurch werden beschädigt. Das Hauptgebäude des Fernsehsenders CTV stürzt ein - 115 Menschen sterben in den Trümmern

- Einige Stadtteile werden in ewiges Brachland verwandelt, weil die Erschütterungen den Boden absenken. Dort kann nicht mehr gebaut werden

- Der Wiederaufbau ist auch am fünften Jahrestag des Bebens nicht abgeschlossen

- Die Erde in Neuseeland bebt häufig, weil hier zwei Erdplatten aufeinanderstoßen

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