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Nach Erdbeben in Indonesien: Mindestens 25 Tote und große Zerstörung
International 9 1 07.12.2016

Nach Erdbeben in Indonesien: Mindestens 25 Tote und große Zerstörung

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Die Menschen wachen gerade auf, da bebt die Erde auf Sumatra heftig. Viele rennen in Panik auf die Straßen, zahlreiche Gebäude stürzen ein. Leute sterben in den Trümmern oder sind eingeschlossen.

(dpa) - Ein heftiges Erdbeben hat in Indonesien mindestens 25 Menschen in den Tod gerissen und Dutzende verletzt. Zahlreiche Häuser wurden am Nordende der Insel Sumatra zerstört, wie die Lokalbehörden am Mittwoch berichteten. Möglicherweise seien noch viele Menschen unter den Trümmern eingeschlossen, sagte der Chef der Katastrophenschutzbehörde der Provinz Aceh, Suyitno, der wie viele Indonesier nur einen Namen trägt. „Wir haben drei Bagger in die zerstörten Stadtteile geschickt, die Betonwände heben können“, sagte er. Tausende Menschen waren in Panik auf die Straße gerannt.

Stärke 6,4

Der Erdstoß war mit einer Stärke von 6,4 gemessen an früheren Katastrophen in der Region leicht. Aber der Erdbebenherd lag nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS nur acht Kilometer unter der Erdoberfläche. Solche Beben können erhebliche Schäden verursachen. In Sigli 20 Kilometer nordwestlich des Epizentrums leben mehr als 17 000 Menschen. Die USGS schätzte die Stärke auf 6,5.

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Anwohner aus dem Distrikt Pidie Jaya luden auf Facebook und Twitter Fotos von eingestürzten Gebäuden und meterhohen Schuttbergen hoch. Auch lokale Fernsehsender zeigten weitreichende Zerstörung. Menschen saßen auf Matten auf den Straßen. Vor den Krankenhäusern des Bezirks leisteten Ärzte auf der Straße Erste Hilfe, wie der stellvertretende Distriktchef Said Muyadi berichtete. Die Menschen hätten Angst vor Nachbeben und trauten sich deshalb nicht in Gebäude.

Keine Tsunami-Warnung

Der Erdstoß passierte um kurz nach 05.00 Uhr Ortszeit (Dienstag 23.00 Uhr MEZ). Das Epizentrum lag ganz nah an der Küste in einer Bucht. Eine Tsunami-Warnung wurde nicht herausgegeben. Auch in der Provinzhauptstadt Banda Aceh rund 100 Kilometer nordwestlich war der Erdstoß zu spüren. „Bei mir kam Panik auf“, berichtete die Ärztin Amanda im Fernsehen.

Banda Aceh war bei dem gewaltigen Erdbeben und Tsunami Weihnachten 2004 schwer zerstört worden. In der Stadt und entlang der Küste kamen damals 180 000 Menschen um. Insgesamt forderte die Katastrophe rund um den Indischen Ozean mehr als 230 000 Menschenleben. Das Epizentrum des damaligen Bebens der Stärke 9,1 lag vor der Westküste Sumatras. Das Epizentrum des neue Bebens lag dagegen östlich von Banda Aceh.


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