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Nach EM-Spiel in Lille: Festnahmen, Tränengas und Schlagstöcke
International 16.06.2016 Aus unserem online-Archiv

Nach EM-Spiel in Lille: Festnahmen, Tränengas und Schlagstöcke

Die Auseinandersetzungen gingen den ganzen Tag und zogen sich bis in die Nacht hinein.

Nach EM-Spiel in Lille: Festnahmen, Tränengas und Schlagstöcke

Die Auseinandersetzungen gingen den ganzen Tag und zogen sich bis in die Nacht hinein.
FotO: REUTERS
International 16.06.2016 Aus unserem online-Archiv

Nach EM-Spiel in Lille: Festnahmen, Tränengas und Schlagstöcke

Teddy JAANS
Teddy JAANS
In Lille sind die Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Fans bis tief in die Nacht zum Donnerstag weitergegangen. Insgesamt wurden 36 Menschen festgenommen, 16 Personen mussten zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden.

(dpa) - In Lille sind die Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Fans bis tief in die Nacht zum Donnerstag weitergegangen. Mit Tränengas und Schlagstöcken ging die Polizei gegen etwa 200 Fans vor, von denen ein Teil aus England kam.

Diese waren vor dem zweiten EM-Gruppenspiel der Three Lions gegen Wales, am Donnerstag (15.00 Uhr) im nur 40 Kilometer entfernten Lens, in die Stadt gekommen.

Dabei wiederholte sich die harte Vorgehensweise gegen die singenden und meist friedlichen Fans, neben Reizgas wurden auch Hunde eingesetzt. Nach Einschätzung von Augenzeugen ging diese Taktik aber nicht auf, sondern glich vielmehr einem Katz-und-Maus-Spiel. Die Menge ließ sich bis nach Mitternacht nur vorübergehend auseinandertreiben. Erst gegen 1.00 Uhr am Morgen kehrte auf den Straßen weitgehend Ruhe ein.

Zuvor war es gleich mehrere Male zu Jagdszenen durch die Innenstadt von Lille gekommen, die am Mittwoch Schauplatz der Partie Russland gegen Slowakei (1:2) war. Rund um diese Partie wurden 16 Menschen festgenommen.

Darunter seien auch sechs Russen, die an den Ausschreitungen in Marseille am vergangenen Samstag beteiligt waren, teilte die Präfektur des Départements Nord am Mittwochabend mit. Im Stadtgebiet war es den Tag über nach Angaben der Behörde vom frühen Donnerstagmorgen zu insgesamt 36 Festnahmen gekommen. 50 Menschen seien von Rettungskräften behandelt, 16 in Krankenhäuser gebracht worden.


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